Ferngesteuerte Poller

NEUMARKT. Bevor es im Stadtrat zu weiteren Entscheidungen in Sachen Innenstadt kommt, hat die CSU-Fraktion auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden Helmut Lahner noch einmal das Gespräch mit City-Manager Roland Kittel als Vertreter von "Aktives Neumarkt" gesucht.

Die Marktstraße muss, darin war man sich in der Fraktion einig, als Einkaufsstraße attraktiv bleiben oder im Wettbewerb um die Kunden noch attraktiver werden.

Die Ergebnisse aus dem Arbeitskreis sowie die Bewertung durch das Planungs-Büro werden grundsätzlich akzeptiert, hieß es. Auch in Zukunft würden, so die Meinung in der Fraktion, Autofahrer wichtige Kunde sein. Die vorhandenen Parkplätze werden als ausreichend bewertet, dürfen aber auf keinen Fall verringert werden. Eine Verbesserung für den Autokunden durch das "längst von der CSU vorgeschlagene" und bereits beschlossene Parkleitsystem müsse in die Planung einfließen und möglichst bald umgesetzt werden.

Um die Qualität einer Fußgängerzone zu erreichen, soll nach Meinung der CSU-Fraktion die Durchfahrt beim Rathaus in Zukunft durch eingebaute Poller verhindert werden. Lediglich die Linienbusse mit Haltestelle sollten sich per Fernsteuerung die Durchfahrt öffnen können. Aus der Straße müsse endlich ein "Platz mit Qualität für den Aufenthalt der Menschen" werden. Die Mischnutzung von Fußgängern und Radfahrern soll nach dem funktionierenden Vorbild Klostergasse auch auf dem Marktplatz möglich sein, aber frei vom Auto-Verkehr.

Die Firma Bionorica soll sich auch künftig in Neumarkt weiter entwickeln können, hieß es. Die Fraktion werde dem Begehren auf bauliche Erweiterung am bisherigen Standort zustimmen, sie sieht aber für die Stadt auch die dringende Aufgabe, einen zweiten Standort zu entwickeln und anzubieten, weil das Heranrücken der Firma an die Bahnlinie und das Eindringen in das geschützte Waldgebiet durchaus Probleme bereiten wird. So etwas sollte Chef-Sache sein, meint die CSU.

Schulreferentin Gisela Burger konnte von einem positiven Gespräch mit den Verantwortlichen im Rathaus in Sachen Ausbau der Schule an der Bräugasse zu einer Ganztagesschule berichten. Die Schule helfe durch eigene Organisation mit, der Architekt durch ein finanziell abgespecktes, aber "voll vertretbares" Konzept.

"Weniger erfreulich, ja ärgerlich" für die Fraktion war die überraschende Information, dass der längst beschlossene und für 2013 zugesagte Baubeginn am Turnerheim wieder um ein Jahr verschoben werden soll. Die größte und als Vorzeige-Ganztagesschule ausgebaute Theo-Betz-Grundschule müsse sich immer noch mit nicht befriedigenden sportlichen Möglichkeiten herumschlagen.

Wenig Verständnis fand auch ein öffentlich ausgetragener Streit um die fehlenden Parkmöglichkeiten für einen Biergarten bei der Brauerei Gloßner, zumal dort wenig Anwohner gestört würden, aber ein großes Parkhaus die Plätze anbieten könnte.

Auch die Frage, ob man denn den integrierten Gesamtverkehrsplan "mit all seinen noch nicht endgültig absehbaren Maßnahmen" jetzt beschließen könne oder gar müsse, wurde gestellt. Eigentlich sei eine positive Kenntnisnahme als weitere Planungsgrundlage ausreichend, hieß es.
15.05.13
Neumarkt: Ferngesteuerte Poller
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