"Notärzte werden fehlen"


Prof. Dr. Claus Schäfer, Dr. Ingrid Schwarz-Aldorf, Dr. Wolfgang Bärtl, MdB Jens Spahn und MdB Alois Karl (v.l.) stellten sich auch Fragen aus dem Publikum

NEUMARKT. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, diskutierte auf Einladung von MdB Alois Karl im Neumarkter Ärztehaus mit Dr. Wolfgang Bärtl vom Bayerischen Facharztverband), Prof. Dr. Claus Schäfer vomNeumarkter Klinikum und Dr. Ingrid Schwarz-Aldorf vom Ärztenetz Neumarkt.

Jens Spahn sieht bei der medizinischen Versorgung Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut positioniert. Dennoch werde es eine große Herausforderung sein, diesen hohen Stand zu sichern. Deshalb habe die Koalition die Rahmenbedingungen für die Niederlassung von Ärzten im ländlichen Raum verbessert. Es müsse sich lohnen, sich im ländlichen Raum niederzulassen. Darüber hinaus setze man bereits beim Medizinstudium an. Hier müssten bei der Studienplatzvergabe auch Erfahrungen im Gesundheitswesen oder die Bereitschaft sich nach dem Studium im ländlichen Raum niederzulassen als zusätzliche Kriterien bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt werden.

In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass in fünf Jahren in Deutschland 10.000 Hausärzte und 15.000 Fachärzte fehlen werden, da rund 20 Prozent der Ärzte in den nächsten Jahren altersbedingt aufhören werden.

Dr. Bärtl sagte, dass fünf Bewerber auf jeden Medizinstudienplatz kommen und dennoch nicht genügend junge Mediziner bereit seien, als niedergelassene Ärzte zu praktizieren. Er forderte deshalb feste Preise für ärztliche Leistungen und die schrittweise Herausnahme der Grundversorgungsleistungen aus der Budgetierung.

Prof. Schäfer von Klinikum bestätigte die gute Zusammenarbeit mit der niedergelassenen Ärzteschaft in Neumarkt. Diese sei auch erforderlich, da es in den letzten Jahren gelungen sei, die durchschnittliche Verweildauer auf 4,2 zu senken, damit ein guter Übergang bei der Patientenweitergabe gewährleistet werden kann.

Außerdem wurde auch die spezialfachärztliche Versorgungen angesprochen. Jens Spahn sah hier die Möglichkeit, dass bestimmte Leistungen wie Chemotherapien sowohl ambulant wie auch stationär erbracht und einheitlich vergütet werden.

Ingrid Schwarz-Aldorf vom Ärztenetz Neumarkt wird darauf hin, dass in ihrem Bereich in den nächsten Jahren fünf von 13 Hausärzten für die Notdienste nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Deshalb sei es wichtig, dass neue junge Ärzte für eine Niederlassung in der Region gewonnen werden können.
09.05.13
Neumarkt: "Notärzte werden fehlen"
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