Noch eine Hallenbad-Studie

NEUMARKT. Bürgermeister Helmut Himmler will dem Berger Gemeinderat in der nächsten Sitzung die Beauftragung einer weiteren Machbarkeitsstudie vorschlagen, nachdem bereits ein Sanierungsgutachten und alternativ dazu eine Konzeption für eine Bürgerhalle ohne den weiteren Betrieb des Schwimmbads erarbeitet wurden.

Die Bestandssanierung des vorhandenen Komplexes Hallenbad mit Turnhalle an der Schulstraße ist mit 7,25 Millionen Euro veranschlagt und eine neue Mutifunktionshalle kostet rund 4,9 Millionen Euro. In einer dritten Variante soll nunmehr zusätzlich der Erhalt des Hallenbads und der Anbau einer Mehrzweckhalle an die Schwimmhalle untersucht und kostenmäßig dargestellt werden.

Bei der letzten Versammlung der Berger SPD im Hotel Lindenhof wurde die Thematik Hallenbad wiederum intensiv und kontrovers diskutiert. Gemeinderat Norbert Nießlbeck setzte sich vehement für den Erhalt der Einrichtung in der Gemeinde ein. Gemeinderätin Erna Späth, zugleich Vorsitzende der Berger SPD, befürwortete in Anwesenheit von Fraktionssprecherin Lisa Kienlein und Kulturreferent Hannes Stepper die weitere Planungsvariante und meinte, in der Planungsphase müssten die unterschiedlichen Optionen dargestellt, diskutiert und abgewogen werden. Die jetzt in Berg laufende Diskussion sei wichtig, da die Bürger über den Wert, die Notwendigkeit des Hallenbades und alternativ einer Bürgerhalle mit vielfältigen Nutzungen sprechen.

Himmler wies darauf hin, dass über die vielfältigen Wünsche und Forderungen hinaus immer zu bedenken sei, dass die vermeintlichen Wohltaten auch bezahlt werden müssen. Er habe die berechtigte Sorge, dass man sich bei Realisierung beider Projekte einfach finanziell übernehme. Der schuldenfreie finanzpolitische Musterknabe Gemeinde Berg könne mit unbedachten Fehlentscheidungen sehr rasch zu einem finanziellen Pflegefall werden und er werde immer die realen Möglichkeiten der Kommune bachten – diese seien aber begrenzt.

Es sei völlig falsch, zugunsten von zwei kostenträchtigen Prestigeprojekten in Zukunft die gleichmäßige Investitionstätigleit in 34 Orten der Gemeinde zu Lasten der dort lebenden Bürger reduzieren zu müssen. Auch die dezentrale gesellschaftliche- und Sportinfrastruktur in Loderbach, Hausheim, Oberölsbach und Sindlbach mit den Turnhallen und Gemeinschaftshäusern müsse erhalten uns stetig modernisiert werden.

In der Planungsphase seien Alternativen und Optionen mitsamt den Kosten darzustellen und nur auf der Basis unterschiedlicher Planungen seien angemessene Abwägungen und Entscheidungen möglich. Daher sei die Erarbeitung einer dritten Planungsvariante Bürgerhalle mit Generalsanierung des Hallenbades sinnvoll.

Nach Erarbeitung einer weiteren Machbarkeitsstudie gelte es, in bewährter Zusammenarbeit mit dem Landratsamt eine zukunftsträchtige, finanzierbare Lösung zu finden, wobei die letzte Entscheidung in einem Bürgerentscheid getroffen werden soll. Dieses Ergebnis - mit oder ohne Hallenbad - gelte es dann aber auch zu respektieren.
03.05.13
Neumarkt: Noch eine Hallenbad-Studie
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