Maler-Branche boomt

NEUMARKT. Die Maler-Branche "boomt erfreulicherweise", hieß es bei der Jahreshauptversammlung der Neumarkter Maler- und Lackierer-Innung.

Die derzeitige Diskussion um effiziente Energienutzung sowie die Entwicklung der Energiepreise würden die Wärmedämmtätigkeiten der Malerbetriebe unterstützen, sagte Obermeister Ernst Reischböck. Insgesamt habe das Maler- und Lackiererhandwerk einen Marktanteil von über 70 Prozent bei der Wärmedämmung von Fassaden.

Doch die Freude in den Unternehmen des bayerischen Maler- und Lackiererhandwerks halte sich in Grenzen. Zwar würden laut einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen rund 47 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als sehr gut bis gut beurteilen, doch trotz dieser durchwegs positiven Entwicklung sei unter den Malern- und Lackierern keine Euphorie zu spüren. Dies liege vor allem daran, dass sich dieser Boom nicht im Ertrag bemerkbar mache. Zwei von drei Betrieben seien mit der Ertragslage "nur mittelmäßig zufrieden".

Optimistischer seien hingegen die Erwartungen für die kommenden Monate, sagte Obermeister Ernst Reischböck . Mehr als 63 Prozent der Mitgliedsunternehmen rechnen mit einer positiven Geschäftslage und 36 Prozent der Betriebe mit befriedigenden Ergebnissen, hieß es. Die Branche profitiere derzeit vor allem vom Trend zur Investition in die eigene Immobilie.

Die zurückhaltend positive Stimmung spiegele sich auch auf den Personalplänen wider. 16 Prozent der Betriebe wollen in den kommenden Monaten neue Beschäftigte einstellen, sechs Prozent planen hingegen ihr Personal abzubauen. Die "nach wie vor hohe Ausbildungsbereitschaft" der Unternehmen halte sich die Waage: 14 Prozent der Betriebe wollen die Zahl erhöhen; 13 Prozent haben dagegen signalisiert, weniger Lehrlinge einzustellen als bisher.
Auf der anderen Seite mache sich aber der Fachkräftemangel immer stärker bemerkbar. Derzeit bestehe ein großer Bedarf an gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern, hieß es.

Von der Innung wurden wieder viele Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Neumarkt durchgeführt, auch Seminare, Kurse und Vorträge wurden angeboten.

Anschließend referierten Andreas Keller und Stefan Koller von der Handwerkskammer zu dem sehr Thema: "Wenn der Chef ausfällt – Notfallvorsorge im Handwerksbetrieb".

Da der bisherige stellvertretende Obermeister Herbert Königsberger aus dem Amt ausscheidet wurde Markus Königsberger aus Lauterhofen in dieses Amt gewählt. Bei den Ergänzungswahlen wurde außerdem Thomas Rieger aus Neumarkt zum Vorstandsmitglied, Franz-Josef Katzmeier, Breitenbrunn, zum Rechnungsprüfer und Ewald Rudek, Freystadt, zum stellvertretendem Rechnungsprüfer gewählt.

Kreishandwerkerschafts-Geschäftsführer Sebastian Meckl trug abschließend die Festlegung der Beiträge und die Aufstellung des Haushaltsplanes vortrug, der einstimmig angenommen wurde.
20.03.13
Neumarkt: Maler-Branche boomt
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