"Zeichen der Zeit..."

NEUMARKT. Die Entwicklung des Landkreises im "Dunstkreis der Metropolregion" war ein Themenbereich bei der Klausurtagung der CSU-Kreistagsfraktion.

Mit Zahlen und Fakten aus dem Regionalmonitor, einem statistischen Grundlagenwerk für die Städte und Landkreise in der Metropolregion, lieferte Dr. Henning Schirner Analysen und Interpretationen zu Demografie, Wirtschaft und Beschäftigung.

Der "jetzt noch junge Landkreis Neumarkt" werde von der veränderten Bevölkerungsstruktur besonders betroffen. "Deshalb dürfen wir die Zeichen der Zeit nicht verkennen und müssen auf diese Entwicklungen rechtzeitig reagieren", warnte der Fraktionsvorsitzende Josef Köstler. Wie man mit diesen Herausforderungen umgehen und deren Auswirkungen auffangen könnte, darauf suchte Michael Gottschalk, der Abteilungsleiter für Kreisentwicklung, eine Antwort zu geben.

Um den Wirtschaftsraum Neumarkt zu stärken, der bislang zu wenig Arbeitsplätze für Hochqualifizierte biete, müsse die Zusammenarbeit mit den Hochschulen verstärkt werden. Deshalb sei die Außenstelle der Simon-Ohm Hochschule so wichtig. Weiter gelte es das Angebot an dualen Studienplätzen, das Beruf und Studium verbindet, zu erhöhen und die Kooperation aller Bildungseinrichtungen im Landkreis zu verbessern.

Mit besseren Betreuungsangeboten Arbeitsplätze für Frauen zu schaffen, war eine weitere Forderung von Gottschalk, denn über den Verbleib einer Familie im Landkreis entscheide nicht zuletzt die Frau, die Familie und Beruf miteinander verbinden will.

Außerdem darf der ländliche Raum verkehrsmäßig nicht "abgehängt" werde. Die Mobilität sei ein Erfolgsfaktor. Ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz wäre dafür Voraussetzungen, der Rufbus eine sinnvolle Ergänzung, die Erweiterung der S-Bahn bis nach Parsberg eine "Zukunftsvision" und das schnelle Internet eine Notwendigkeit, so Gottschalk.

Das Wohnen und die Nahversorgung seien weitere Säulen einer zukunftsfähigen Landkreisentwicklung. Das Angebot an Miet- und Eigentumswohnungen hinke nach, altersgerechtes Wohnen sei noch nicht umgesetzt. Der Landkreis solle ein Lebensstandort für viele Menschen bleiben und werden. Dazu müsse das Umfeld stimmen und das Freizeitangebot passen, die Lebensqualität zufriedenstellen.

Mit weiteren Tourismusprojekten bis hin zu einem "Regionalpark" müsse der Landkreis sein "Erholungs- und Wohlfühlpotential" weiter ausschöpfen. "Wir müssen Fördermöglichkeiten nutzen und gemeinsam an neuen Konzepten arbeiten", appellierte Gottschalk an die Bürgermeister und die Kreisräte, und erntete dafür große Zustimmung.

Eine Heimat mit hoher Lebensqualität zu schaffen, in der sich jung und alt wohlfühlen, stellte Bürgermeister Bernhard Kraus den nüchternen Zahlen gegenüber. Und Heidi Rackl forderte erneut eine familiengerechtere Arbeitswelt. Wer zu spät kommt, den bestrafe bekanntlich das Leben, hieß es. Dem Landkreis Neumarkt sollte das jedenfalls nicht passieren, meinte der Fraktionsvorsitzende Josef Köstler.
08.03.13
Neumarkt: "Zeichen der Zeit..."
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