"Auch Stadt in der Pflicht"

NEUMARKT. Bei der Zukunft des Klinikums stehe auch die Stadt Neumarkt in der Pflicht, hieß es bei der Klausurtagung der CSU-Kreistagsfraktion.

Das Klinikum stand im Mittelpunkt einer lebhaften Diskussion. Neben der "erfreulichen Entwicklung" bei den Fallzahlen und den medizinischen Leistungen des Hauses stellte Vorstand Wegmayr auch einen Investitionsplan in Höhe von 30 Millionen vor - ohne die Bauabschnitte 6 und 7. Bei den derzeit schwierigen Rahmenbedingungen sei dies ein mutiges Unterfangen, das sich wohl nur dann meistern lasse, wenn sich die Erlössituation deutschlandweit zum Positiven hin verändere, hieß es.

Unter diesem Druck müsse sich das Klinikum auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Für weitere Maßnahmen, die Geld kosten, fehle der Spielraum. Dazu zählten die Kindertagesstätte, das Parkdeck und das Wohnheim - drei Projekte, die nach Meinung der CSU trotzdem in Angriff genommen werden müßten.

Ohne große Probleme lasse sich das Parkdeck, dessen Notwendigkeit der Personalratsvorsitzende Richard Feihl vehemt einforderte, am bestehenden Parkplatz bauen. Weil mit angemessenen Parkgebühren eine Refinanzierung möglich sei, sollte das Klinikum dieses Vorhaben selbst schultern.

Eine Verlagerung der Parkplätze an die Nürnberger Straße, wie es die CSU-Stadtratsfraktion vorgeschlagen hatte, sei derzeit nach Meinung der CSU-Kreisräte nicht finanzierbar und zeitlich auch nicht einzuordnen. Unabhängig davon sollte dieses Gelände eine Option für die weitere Entwicklung des Klinikums bleiben.

Für die Kindertagesstätte gelte, "was jede Kommune im Landkreis macht": das Gebäude solle mit Fördermitteln und Eigenleistung errichtet und der Betrieb von der Kirche, der Gemeinde oder einem Verein übernommen werden. Da stehe die Stadt Neumarkt in der Pflicht, so die Fraktion.

Um eine Fläche zu feilschen, auf der die Kindertagesstätte errichtet werden kann, sei nach Meinung der CSU müßig. In der bereits mehrfach in die Debatte gebrachten ehemaligen landwirtschaftlichen Hoffläche wäre genügend Platz, ohne den dort angrenzenden Sportbetrieb einengen zu müssen, hieß es.

Das Wohnheim sei eine unabdingbare Voraussetzung in Zeiten des Fachkräftemangels, forderte Landrat Albert Löhner. Ein neues zu bauen, scheine "nicht nur wegen der Finanzierung kaum möglich". Deshalb sollte umgehend ein Sanierungskonzept für das bestehende Gebäude entworfen werden.

Mit den wenn auch verminderten Mieteinnahmen und überschaubaren Sanierungskosten lasse sich auch hier ein Weg finden. Wenn sich für einen Neubau ein Träger finde und ein Platz dazu, dann könne man darüber immer noch verhandeln. "Erst aber gilt es das Machbare in Angriff zu nehmen", sagte der Fraktionsvorsitzende Josef Köstler.

Der Landkreis und die Stadt stünden in der Verantwortung, nicht nur die Fallzahlen, sondern auch die Attraktivität des Klinikums zu steigern. Für das "wichtigste Stück Landkreis mitten in der Stadt" seien Einsatz und Weitsicht gefordert. "Wir wollen unseren Beitrag gerne leisten und erwarten das auch von den anderen", sagte Köstler.
05.03.13
Neumarkt: "Auch Stadt in der Pflicht"
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