Werbung für "Faktor 10"


"Grüne Hausnummer": Marion Burkhardt und Ralf Mützel
stellten das Projektvor
NEUMARKT. Die Beratungsstelle für Klimaschutz und Energie der Stadt Neumarkt beteiligt sich im Juni an der "EU Sustainable Energy Week".

Bei dieser "Woche der Erneuerbaren Energien" wird durch die Beratungsstelle für Klimaschutz und Energie der Stadt Neumarkt bei mehreren Veranstaltungen auf die Möglichkeiten des Förderprogramms "Faktor 10" hingewiesen und es werden die Wege aufgezeigt, wie man energetisch optimierte Gebäude erhält. "Wir beteiligen uns an dieser Aktionswoche im Rahmen unserer Mitgliedschaft im Konvent der Bürgermeister auf Europaebene", erläutert Oberbürgermeister Thomas Thumann. "Zudem ist es eine gute Möglichkeit, auf die verschiedenen Möglichkeiten der Gebäudesanierung hinzuweisen und unser großes Förderprogramm dafür noch bekannter zu machen."

Dazu wird die städtische Beratungsstelle auf Tour gehen und in der Zeit vom 18. bis 22.Juni Eigentümer von Gebäuden im Stadtgebiet Neumarkt zum Thema der energetischen Gebäudesanierung und dem energetischen Bauen vor Ort sowie über das Förderprogramm und das Gütesiegel "Grüne Hausnummer" beraten. Anmeldungen dazu nimmt die Architektin Marion Burkhardt von der Beratungsstelle der Stadt unter Telefon 09181/512268 entgegen.

Am Samstag, 23.Juni, findet darüber hinaus wie schon im Vorjahr in Zusammenarbeit mit dem ADFC Neumarkt eine Fahrradtour durch Neumarkt zur Besichtigung von energetisch optimierten Gebäuden und von Gebäuden mit der "Grünen Hausnummer" statt. Start ist um 13.30 Uhr vor dem Rathaus. Der genaue Tour-Plan wird im Vorfeld bekanntgegeben; die Tour dauert rund drei Stunden.

Der dritte Beitrag Neumarkts zur Woche der Erneuerbaren Energien besteht in einem Dokumentarfilm, der im Rialto-Kino gezeigt wird. Die interessierten Bürger können den Film "Die vierte Revolution – Energieautonomie" von Carl-A. Fechner am Dienstag, 19.Juni um 18 Uhr besuchen. Fechner bietet darin die Vision einer Weltgemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist ist - und das für jeden erreichbar, bezahlbar und sauber. Wie das gelingen soll, zeigt Fechners Film anhand beispielhafter Projekte und Vorkämpfer dafür in zehn Ländern. Das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt steht übrigens in Deutschland und produziert mehr Energie als es verbraucht. Schon am Vormittag werden 300 Schüler der Neumarkter Gymnasien und der FOS den Film um 10 Uhr besuchen.

Die "EU Sustainable Energy Week" ist eine Initiative der Europäischen Kommission, bei der Aktionen zu diesem Thema in allen beteiligten Kommunen stattfinden. Mit dem Förderprogramm Gebäudesanierung und energetisches Bauen schafft die Stadt Neumarkt einen großen Anreiz, den Altbaubestand energetisch zu sanieren und auch im Neubau zukunftsweisende Konzepte zu realisieren. Mit der Reduzierung der CO²-Emmissionen in der Gebäudenutzung wird schließlich ein gewichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Wer Mittel im Rahmen des Förderprogramms "Faktor 10" beantragen möchte, muss sich zunächst an einen fachkundigen Energieberater wenden. Auf Grundlage einer Gebäudebegehung erarbeitet dieser konkrete Handlungsempfehlungen und dokumentiert den Gebäudezustand mit Hilfe eines Energiebedarfsausweises. Wird mindestens eine der empfohlenen Maßnahmen durchgeführt, bezuschusst die Stadt die Energieberatung je nach Förderstufe mit 100 bis 200 Euro.

Die Insgesamt drei Förderstufen orientieren sich am Umfang der geplanten Maßnahmen. Im Rahmen der Förderstufe C sind Einzelmaßnahmen zur Wärmedämmung und Verbesserung des Wärmeschutzes an bestehenden Gebäuden erfasst. Förderstufe B setzt ein Gesamtkonzept für das Gebäude und die Einhaltung der Standards KfW 115 oder KfW 100 voraus. Auch in dieser Förderklasse werden Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes, also vor allem Dämmung, Fenster und Türen gefördert.

Förderstufe A soll schließlich möglichst effiziente Gesamtkonzepte unterstützen. Nur wer mindestens den KfW 85 Standard erreicht, kann von den besonders hohen Sätzen profitieren. Dabei werden nicht mehr Einzelmaßnahmen gefördert, sondern je nach Effizienzstandard ein Pauschalbetrag pro Quadratmeter Wohnfläche ausbezahlt. Wegen des höheren Planungsaufwand erhalten die Bauherren zudem einen Zuschuss für die Planung und Qualitätssicherung sowie Monitoring und Dokumentation. Die Sanierung eines Einfamilienhauses nach KfW 55 kann so mit bis zu 16.000 Euro gefördert werden. Für größere Gebäude erhöht sich die Fördersumme entsprechend.
29.05.12
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