"Richtige Entscheidung"

NEUMARKT. Mit dem Gesetz zur Inklusion gibt es für Schüler mit Behinderung seit diesem Schuljahr die Möglichkeit eine Regelschule zu besuchen. Wenn die Eltern davon Gebrauch machen, stellt sich die Frage zur Zukunft der Förderschulen.

Darauf wollte die CSU-Kreistagsfraktion eine klare Antwort. Dem Schulleiter der Förderschule in Neumarkt, Christian Schwab, fiel es nicht schwer, die Fraktion von der Notwendigkeit der Förderschule zu überzeugen. Bestens dafür ausgebildete Lehrer mit hohem persönlichen Engagement, das Landrat Löhner besonders würdigte, und ein spezialisiertes Lernsystem könnten individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Das sei für die meisten Schüler in einer Regelschule kaum möglich, auch wenn dies im Einzelfall durchaus gelingen könne.

Aber gerade daran entfache sich auch in der breiten Öffentlichkeit eine lebhafte Diskussion. Die Eltern seien hier besonders gefordert, zum Wohle ihrer Kinder die richtige Entscheidung zu treffen. "Gut beraten" von den Fachkräften der Förderschule werde die Mehrzahl der Eltern dies auch tun, ist sich die Schulleitung sicher. Deshalb sei die Förderschule auch weiter unverzichtbar, meinte Schwab, der auch die CSU auf seiner Seite findet.

Nun gelte es dafür auch bessere Voraussetzungen zu schaffen, als es die Räumlichkeiten und das Umfeld der sanierungsbedürftigen Erwin-Lesch-Schule derzeit bieten. Gemeinsam mit der Schule und der Verwaltung des Landratsamtes wolle man sich um eine gute Lösung bemühen, bei der sowohl den sinkenden Schülerzahlen, aber auch den Anforderungen einer Förderschule Rechnung getragen wird, fasste der Fraktionsvorsitzende Josef Köstler das Ergebnis dieses Gespräches für seine Fraktion zusammen.

Weil auch die neu geschaffenen Mittelschulverbände in der Diskussion stehen, wollte die CSU-Kreistagsfraktion auch dazu eine klare Stellungnahme.

Bürgermeister Bernhard Kraus wies auf die Veränderungen der Schullandschaft mit Mittagsbetreuung und Ganztagsschule hin und betonte gleichzeitig die gute Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden. Die Qualität der Mittelschule hänge seiner Meinung nach vor allem vom schulischen Angebot und damit auch von den Schülerzahlen ab.

Dass dies im Landkreis gut gelöst ist, sagte Schulrat Christoph Weigert. Mit Zahlen und vorhersehbaren Entwicklungen untermauerte er den mittelfristigen Bestand dieser Verbände. Er zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem vielschichtigen Angebot und der damit verbundenen Flexibilität auch die Wertigkeit dieser Schule steigt. Er appellierte zugleich an die Bürgermeister, ihre Mittelschulen mit moderner Technik auszustatten, damit man dem Anforderungsprofil der Mittelschule auch gerecht werden könne.
16.03.12
Neumarkt: "Richtige Entscheidung"
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