"Sicherer" Süden

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Die Zahlen dieser Grafiken beziehen sich alle auf den gesamten
Landkreis Neumarkt!
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NEUMARKT. Wie im Gesamtlandkreis (wir berichteten) ging auch im südlichen Teil des Landkreises die Zahl der Straftaten im letzten Jahr leicht zurück. Das wurde jetzt bei der Vorstellung der Kriminalstatistik der Parsberger Polizei bekannt.

Bei leicht rückläufiger Tendenz (- 1,1 Prozent) bewegt sich die Zahl der im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Parsberg registrierten Straftaten in der Bandbreite der Vorjahre, hieß es am Montag bei der Vorstellung der Statistik. In einzelnen Deliktsbereichen, insbesondere bei Taten im "öffentlichen Raum" seien allerdings auch deutliche Rückgänge zu verzeichnen.

Insgesamt gab es im "Süden" 933 (943) Fälle, das ergibt eine "Kriminalitätsbelastung von 28 (28) Delikten auf je 1000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt insgesamt bei 35,6 (35,6) im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz bei 44,7 (46) und bayernweit bei 49,5 ( 50).

Von den erfassten 933 Straftaten konnten 640 (657) Fälle aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt bei 68,6 Prozent (69,7 Prozent) und übertrifft damit den gesamtbayerischen Wert von 64,6 Prozent (63,9) Prozent.

Zu den geklärten 640 Delikten wurden 523 (550) Tatverdächtige ermittelt, wovon 344 Personen bereits vorher polizeilich in Erscheinung getreten waren.

Die Tatverdächtigen sind folgenden Personengruppen zuzuordnen: Der hohe Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger liegt zu einem großem Teil am Bezug einer Vielzahl von Straftaten zur überregionalen Verkehrsachse der Bundesautobahn A 3 mit seinen Einrichtungen, wie Rastanlage Jura im Gemeindegebiet Velburg und das angrenzende Gewerbegebiet an der BAB-Ausfahrt Parsberg. Hier seien Nichtdeutsche überproportional an Delikten wie Tankbetrug, Ladendiebstahl, Diebstahl an Fahrzeugen beteiligt.

Insgesamt 99 Tatverdächtige, also 15,5 Prozent standen zur Tatzeit unter Alkholeinfluss, im Bereich der Straßenkriminalität 20,8 Prozent und bei den Körperverletzungsdelikten waren sogar 46,3 Prozent alkoholisiert.

Der Bereich der Diebstahlskriminalität umfasst nach wie vor mit 28,0 Prozent (25,9 Prozent) den größten Anteil an der Gesamtkriminalität und verzeichnete einen Zuwachs von 7 Prozent (+ 17 Fälle). Gründe dafür sind mitunter auch überregionale Serien wie die Fälle der "Planenschlitzer" (Diebstahl von Lkw-Ladungen) auf der Rastanlage Jura, die für steigende Zahlen bei Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen 27 Fälle (14) sorgten.

Der verstärkte Einsatz von Ladendetektiven zeigte ebenfalls Wirkung. Während 24 Ladendiebe im Jahr 2008 festgenommen werden konnten, wurden ein Jahr später 51 und im Jahr 2010 sogar 61 Personen des Ladendiebstahls überführt.

An zweiter Stelle der Gesamtkriminalität stehen die Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 26 Prozent (23,1). Hier ist insbesondere die Zahl der Betrugsdelikte weiter angestiegen: 199 Fälle (176) = + 13,1 Prozent . Die Tendenz des "straffälligen" Internethandels zeigt weiter deutlich nach oben, wie auch die "Serientat" eines in Velburg wohnenden 29-jährigen Tatverdächtigen verdeutlicht.

Der Sektor der Gewaltkriminalität zeigt bei den Rohheitsdelikten - wie Raub 2 (5), gefährliche und schwere Körperverletzung im öffentlichen Raum 4 (8) - mit –7,5 Prozent eine erfreulich rückläufige Tendenz.

Die geringfügige Zunahme der Zahlen bei den Körperverletzungsdelikten, insbesondere der einfache Körperverletzung 110 (107) Fälle = + 0,5 Prozent ist in hohem Maße den vermehrten Ermittlungsverfahren im Bereich der Häuslichen Gewalt bzw. Beziehungskonflikten geschuldet: 43 Fälle (31).

Die Anzahl von Delikten gegen Polizeibeamte, wie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, zeigt sich gleichbleibend bei 4 Straftaten (4),

Im Bereich der Rauschgiftdelikte blieb die Anzahl der Delikte nahezu unverändert bei 29 (27) Straftaten. Ebenfalls in der Bandbreite blieb es bei den Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Nach 9 Straftaten im Jahr 2008 und 5 im Jahr 2009 kam es 2010 wieder zu einem Anstieg auf 7 Straftaten.

Erfreulich starke Rückgänge sind bei Taten der Straßenkriminalität mit – 25,3 Prozent und den Sachbeschädigungsdelikten zu verzeichnen: - 31,7 Prozent von 126 auf 86 Fälle. Sachbeschädigungstaten an Kraftfahrzeugen gingen sogar um 54, 5 Prozent von 44 auf 20 Fälle im Jahr 2010 zurück.

Einige besondere Vorfälle:

Die insgesamt recht positive Entwicklung der hiesigen Kriminalitätssituation sowie die hohe Aufklärungsquote konnte erreicht werden, weil auch die Bürger an der Verbesserung der Sicherheitslage aktiv mitwirkten, erklärte Dienststellenleiter Peter Gotteswinter. Auch aufgrund vieler Hinweise und mitgeteilter Beobachtungen konnten Straftaten geklärt werden.

"Jeder kann unvermittelt Opfer eines kriminellen Aktes werden und ist dann froh, wenn er von einem couragierten Mitbürger vor Ort direkte Hilfe erfährt oder die aufmerksame Beobachtung eines Zeugen zur Ermittlung des Täters führt", sagte Gotteswinter.
18.04.11
Neumarkt: "Sicherer" Süden
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