Internationaler Treffpunkt


Stammgäste aus dem "Café der Welt" hier bei einem Besuch im Stadtmuseum. Ganz rechts außen Projektleiterin Helga Göllner.

NEUMARKT. Jeden Donnerstag ab 9 Uhr erfüllt buntes Stimmengewirr die Räume des Bürgerhauses – es ist "CadeWe-Zeit", das Café der Welt ist geöffnet.

Seit mehr als zwei Jahren treffen sich hier Menschen aus Deutschland oder Kasachstan und Vietnam, Tadschikistan, aus Russland oder Albanien.

Stetig hat sich der Kreis der Teilnehmer vergrößert; anfangs trafen sich acht bis zehn Teilnehmer, heute sind es oft 20 und mehr Besucher, die sich am Donnerstag im Bürgerhaus einfinden.

Die ehrenamtliche Projektleiterin Helga Göllner hatte im Herbst 2008 die Idee, Sprachtraining für ausländische Mitbürger mit geselligem Beisammensein zu verbinden. "Es gibt verschiedene Sprachkurse im Bürgerhaus, für Anfänger, für mehr oder weniger Fortgeschrittene - was fehlt, ist die Übung der deutschen Sprache im alltäglichen Gespräch", sagt sie. Manche Mitbürger hätten außerhalb der Sprachkurse wenig Gelegenheit, sich auf Deutsch zu unterhalten. Vielfach werde in den Familien vorwiegend russisch, türkisch, albanisch oder eben eine andere Muttersprache gesprochen. "Wir wollen Gelegenheiten schaffen, sich ganz zwanglos auszutauschen, Kontakt zu schließen und ganz nebenbei die Sprachkenntnisse zu verbessern. Zusätzlich gibt es Arbeits- und Übungsblätter über verschiedenste Themen", erläutert sie das Projekt.

Das Konzept ging auf: zu den ausländischen Besuchern kamen Deutsche hinzu und der Austausch funktioniert wunderbar. Gemeinsam wird ein abwechslungsreiches Programm erstellt. Manchmal berichtet einer der Teilnehmer aus seinem Herkunftsland, bringt etwas Landestypisches zum Knabbern mit. Dabei werden Bräuche und Kulturelles der verschiedenen Länder thematisiert und diskutiert. Es wird international gekocht, das ganze Jahr über gibt es Anlässe für saisonale Feiern wie zum Beispiel das bevorstehende Osterfest, für einen Spaziergang im Rosengarten oder eine Fahrt zur Tibet-Ausstellung im Winzerort Iphofen.

Kulturelle Angebote wie ein Besuch im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, Ausstellungen im Museum Lothar Fischer oder erst kürzlich im Neumarkter Stadtmuseum werden gerne angenommen.

Das "Café der Welt" will nicht nur Sprachförderung betreiben und Kontaktmöglichkeiten bieten, es will auch viel zum gegenseitigen Verständnis und zum Kennenlernen anderer Länder, Kulturen und Traditionen beitragen. Inzwischen sind auch Freundschaften entstanden, man tauscht sich aus, erzählt von sich und seiner Familie, fragt auch einmal um Rat.

Neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer sich für das "Café der Welt" interessiert, erhält im Bürgerhaus genauere Infos oder schaut einfach donnerstags um 9 Uhr vorbei.
10.04.11
Neumarkt: Internationaler Treffpunkt
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