Auf Polizist eingetreten

NEUMARKT. Ein 23jähriger Mann aus dem nördlichen Landkreis Neumarkt soll auf einen am Boden liegenden Polizisten eingetreten haben.

Die Tat geschah bereits im November in Sulzbach-Rosenberg. Die mutmaßlichen Schläger wurden aber erst jetzt ermittelt.

Bei einer Hausdurchsuchung wurde Beweismaterial gefunden, sagte ein Polizeisprecher. So entdeckte man Oberbekleidung, die der mutmaßliche Schläger zusammen mit fünf weiteren Kumpanen aus dem linksextremistischen Spektrum damals im November letzten Jahres in Sulzbach-Rosenberg getragen haben soll. Die Hausdurchsuchung im Landkreis Neumarkt sei nach einem gerichtlichen Beschluß erfolgt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag auf Anfrage von neumarktonline.

Hintergrund der Tat war damals eine von "rechter Seite" in Sulzbach-Rosenberg angemeldete Versammlung unter dem Motto "Die Deutsche Linke ist volksfeindlich", die natürlich Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum anlockte. Die eingesetzten Polizeikräfte hatten die Aufgabe, die Durchführung der ordnungsgemäß angemeldeten Versammlung zu gewährleisten. Das Augenmerk der Polizei war auch darauf gelegt, ein Vermengen der verschiedenen politischen Gruppierungen zu verhindern.

Im Rahmen dieses Geschehens kam es zu Gewalttätigkeiten von Angehörigen des linksextremistischen Spektrums gegenüber Polizeibeamten. Aus diesem Personenkreis heraus hatte seinerzeit ein zunächst Unbekannter, der eine rote Fahne mit sich trug, einen Angriff auf die Polizeibeamten durch "Rückwärtszählen" - also eine Art Countdown - ausgelöst, hieß es von der Polizei.

In der Folge kam ein Polizeibeamter im Gerangel zu Fall und vier Personen - darunter angeblich auch der 23jährige Mann aus dem Landkreis Neumarkt - traten und schlugen auf diesen am Boden liegenden Beamten ein.

Außerdem wurde ein etwa ein Meter hoher Metallstandaschenbecher auf einen Polizeibeamten geworfen, so dass dieser am Fuß verletzt wurde. Ein dritter Beamter trug wegen seiner Einsatzschutzkleidung durch die Schläge keine Verletzungen davon. Zwei weitere Beamte verletzten sich, als sie von der Menschenmenge zu Fall gebracht wurden.

Die Straftäter konnten damals im Rahmen des geschilderten Geschehens weder sofort ermittelt noch festgenommen werden. Alle Täter waren vollständig oder zum Teil vermummt.

Die lang andauernden Ermittlungen der Kriminalpolizei Amberg haben jetzt zu sechs Tatverdächtigen aus Amberg, dem Landkreis Amberg-Sulzbach und dem Landkreis Neumarkt geführt.

Nicht zuletzt durch die bei den Durchsuchungen entdeckte Bekleidung konnten die tatverdächtigen Männer ermittelt werden.

Fünf von ihnen - darunter auch der Mann aus dem Landkreis Neumarkt - konnten bei den Durchsuchungen angetroffen und vernommen werden. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Der Mann, die das Kommando zum Angriff auf die Polizeibeamten gab, war offenbar ein 20jährigen Kerl aus Sulzbach-Rosenberg. Bei den vier jungen Männern, die den am Boden liegenden Polizeibeamten mit Tritten und Schlägen traktierten, handelt es sich um einen 18jährigen Jugendlichen aus Amberg, zwei 17jährige Jugendliche aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und den 23jährigen Mann aus dem Landkreis Neumarkt.

Der "Aschenbecherwerfer" war offenbar ein 19jährigen Mann aus Sulzbach-Rosenberg.

Der Polizeibeamte, der am Boden liegend geschlagen wurde, erlitt Kopf- und Gesichtsverletzungen und musste stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Anschließend war er mehrere Wochen dienstunfähig. Der Beamte, dessen Fuß durch einen Metallstandaschenbecher verletzt wurde, wurde ebenfalls stationär behandelt und war eine Woche dienstunfähig.
25.03.11
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