"Vorsorge und Früherkennung"

NEUMARKT. Am Dienstag befasst sich das Gesundheitsforum am Klinikum mit dem Thema "Darmkrebs - Vorsorge und Früherkennung sichern optimale Behandlungschancen".

Vorsorge erlangt einen immer breiteren Stellenwert im Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung. Gerade bei Tumorerkrankungen ist dies von besonderer Bedeutung. Gängig sind Vorsorge-Untersuchungen für Gebärmutter und Gebärmutterhals, Brust, Haut und Prostata.

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Etwa 70.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu daran und etwa 30.000 Menschen versterben an dieser Erkrankung pro Jahr - im Landkreis Neumarkt sind es nach Angaben des gesundheitsamtes etwa 60 Todesfälle jährlich (wir berichteten). Neben den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sind es hier insbesondere genetische Faktoren, die zur Entstehung von Darmkrebs beitragen. Eine familiäre Vorbelastung bedeutet ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankung. Auch beim Darmkrebs gilt: Je früher man ihn erkennt, desto besser sind die Therapiemöglichkeiten.

Die Möglichkeiten der Vorsorge bei Darmerkrankungen sind noch zu wenig in der Bevölkerung bekannt. Die Mitglieder des Darmzentrums Neumarkt (wir berichteten) haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, durch Aufklärung mehr und mehr Bürger zur Vorbeugung und entsprechenden Vorsorge-Darmspiegelung zu motivieren.

In vier prägnanten Referaten werden die wichtigsten Punkte der Vorbeugung und Behandlung rund um den Darmkrebs behandelt. Zunächst wird dargelegt, wie durch Vorbeugung, entsprechende Ernährung und geeignete Lebensweise einer Darmkrebs-Erkrankung vorgebeugt werden kann. Neben der Prävention stellt die Überprüfung auf verstecktes Blut im Stuhlgang und Vorsorge-Darmspiegelung den entscheidenden Schritt der Vorbeugung dar.

All diese Maßnahmen können in der Regel ambulant durchgeführt werden. Besondere medizinische Fragestellungen oder Risiko-Konstellationen machen die Spiegelung und Polypen-Entfernung unter stationären Bedingungen notwendig. Wird doch ein Darmkrebs festgestellt, ist in der Regel eine operative Maßnahme notwendig. Auch die hier möglichen und notwendigen Schritte werden in einem Referat aufgezeigt.

Bei Darmkrebs-Erkrankungen bestehen in frühen Stadien sehr gute Heilungschancen. Vier Vertreter aus dem Team des Darmzentrums Neumarkt erklären Vorsorgemaßnahmen, moderne Diagnostikverfahren sowie neueste Therapie-Möglichkeiten und stehen rund um die Vorträge für Fragen zur Verfügung. Referenten sind Dr. med. Joachim Horn, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin in Neumarkt, Dr. med. Gerfrid Vogel, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin in Neumarkt, Prof. Dr. Claus Schäfer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie, Onkologie) sowie Dr. med. Manfred Kästel, Chefarzt der Chirurgischen Klinik (Viszeral- und Thoraxchirurgie) am Klinikum Neumarkt.

Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag um 18.30 Uhr im Schul- und Studienzentrum am Klinikum Neumarkt, Klägerweg 1. Der Besuch des Gesundheitsforums ist kostenlos.
14.03.11
Neumarkt: "Vorsorge und Früherkennung"
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