Rettungskräfte unterstützen


In Lauterhofen wurde die Vorstandschaft eines Förderverein gewählt

NEUMARKT. In Lauterhofen wurde ein Förderverein für die erste "First-Responder"-Gruppe im Landkreis Neumarkt gegründet. Die Feuerwehrmänner wollen bei lebensbedrohlichen Unfällen oder Erkrankungen eine schnelle und qualifizierte Erste Hilfe leisten.

Wie mnehrmals berichtet, will man durch die Ersthelfer den Nachteil ausgleichen, daß Rettungsfahrzeuge aus Neumarkt oder von anderen Stützpunkten aus weite Strecken zurücklegen müssen, bis sie bei einem Unglück im Raum Lauterhofen vor Ort sind.

Vom Innenministerium haben die rührigen Helfer eine Abfuhr bekommen (wir berichteten): Es bestehe für die Etablierung eines Pilotprojektes mit Modellcharakter in der Oberpfalz aus seiner Sicht kein Bedürfnis mehr, da es bereits mehrere solcher Gruppen gäbe, soll Innenminister Joachim Herrmann bei der Ablehnung erklärt haben.

Eine gute Idee will man sich in Lauterhofne davon aber nicht kaputt machen lassen: jetzt wurde ein Förderverein gewählt, der als einzigen Vereinszweck die Unterstützung der "First Responder" nennt. In ihrer Gründungsversammlung wählten die Mitglieder gleichzeitig die Vorstandschaft.

Bei der Gründungs- und Informationsveranstaltung im Schulungsraum der Feuerwehr Lauterhofen waren Kreisbrandrat Günter Gruber, Kreisbrandinspektor Herbert Ulbrich, Kreisbrandmeister Peter Häberl und die Kommandanten der Feuerwehren in Lauterhofen, aber auch der Lauterhofener Bürgermeister, die lokalen Ärzte, mehrere Markträte und zahlreiche interessierte Bürger anwesend.

Die "First Responder"-Gruppe besteht aus speziell ausgebildeten Feuerwehrmitgliedern, die zu medizinischen Einsätzen gerufen werden, um die Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes zu überbrücken. So soll das "therapiefreie Intervall" verkürzt und die Überlebenschancen des Patienten wesentlich gesteigert werden. Insbesondere wenn der Rettungsdienst wegen langer Anfahrten oder Überlastung nicht zeitnah eintreffen kann, spielt diese Gruppe ihre entscheidenden Vorteile aus.

Bei Unfällen oder Erkrankungen ist schnelle und qualifizierte Hilfe überlebenswichtig. Werde das menschliche Gehirn unzureichend mit Sauerstoff versorgt, könne bereits nach vier bis fünf Minuten eine bleibende Schädigung eintreten, nach zehn Minuten sei in der Regel kein Überleben mehr möglich. Eine First-Responder-Gruppe die aus freiwillig tätigen Feuerwehrleuten besteht, die speziell für Ersthilfe ausgebildet sind, könne innerhalb kürzester Zeit an einem Unfallort sein.

Der Zweck des Vereins soll verwirklicht werden durch die Gewinnung von Mitgliedern, Zuwendungen und Spenden sowie durch finanzielle Unterstützung der "First-Responder"-Gruppe zur Beschaffung und zum Unterhalt der für die Notfallrettung und dem Schutz der Einsatzkräfte erforderlichen Mittel, sowie für die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte.

Auf der Veranstaltung wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die "First Responder"-Gruppe nicht den regulären Rettungsdienst ersetzt, sondern diesen lediglich unterstützt. Sobald der Rettungsdienst oder ein Arzt am Einsatzort eintrifft, wird der Patient übergeben.

Über eine mögliche Zusammenarbeit mit dem BRK sollen noch weitere Gespräche stattfinden. Die Mitglieder der "First Responder"-Gruppe haben, bevor sie von der Leitstelle in den Einsatz zur raschen und effektiven Hilfe geschickt werden, noch eine umfangreiche und intensive Ausbildung vor sich, die in den nächsten Wochen beginnen soll.

Bei der Vereinsgründung wurde unter Bürgermeister Peter Braun als Wahlvorstand zugleich der Vorstand gewählt: Gemeindemitglieder, die sich eine Mitarbeit bei der "First Responder"-Gruppe vorstellen könnten, erhalten weitere Informationen bei Christian Märtl unter Telefon 09186/902182) oder Andreas Aigner unter Telefon 09186/902442.

Da es sich um eine freiwillige Tätigkeit der Feuerwehr handelt, ist die Gruppe auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

Spendenkonten:
26.02.11
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