Prälat Rupprecht gestorben


Prälat Rupprecht
NEUMARKT. Kurz vor Vollendung seines 85. Lebensjahres ist am Freitag in Neumarkt Domkapitular em. Prälat Ernst Rupprecht gestorben.

Rupprecht war 13 Jahre lang Dompfarrer in Eichstätt, 15 Jahre Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes und 24 Jahre Seelsorger in Nürnberg, wo er maßgeblich am Aufbau der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit beteiligt war. Als Pfarrer, Domkapitular und als Bischöflicher Beauftragter war er eng mit der Ökumene verbunden.

Ernst Rupprecht wurde am 21. Januar 1926 in Tartsberg im Landkreis Neumarkt geboren und 1953 durch Bischof Joseph Schröffer in Eichstätt zum Priester geweiht. Er war zunächst Kooperator in Aurach, Gunzenhausen und in Ingolstadt/St. Josef sowie Hauskaplan in Wettstetten. 1960 übernahm er als Kurat die Seelsorgestelle im Neubaugebiet Nürnberg-Langwasser, die später zur Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit erhoben wurde. 1964 wurde er erster Pfarrer der Pfarrei, deren Aufbau er maßgeblich gefördert hatte. Dem Dekanat Nürnberg-Süd stand Rupprecht von 1970 bis 1984 als Dekan vor. Seit 1976 war er zugleich auch stellvertretender Stadtdekan von Nürnberg. 1984 berief ihn Bischof Dr. Karl Braun als Dompfarrer und Domkapitular nach Eichstätt.

Von 1986 bis 2001 war Ernst Rupprecht außerdem erster Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt. "Wo Caritas draufsteht, muss auch Caritas drin sein", lautete sein Motto an der Spitze des Wohlfahrtsverbandes. Für seine Verdienste erhielt er 1996 das Goldene Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes. Fast zwei Jahrzehnte lang (1972 bis 2000) war Rupprecht ferner stellvertretender Diözesanbeauftragter für ökumenische Fragen und Mitglied der Ökumenischen Kommission des Bistums. Er vertrat auch die Diözese Eichstätt in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern. Am kirchlichen Ehegericht der Diözese Eichstätt wirkte Ernst Rupprecht von 1989 bis 2004 als Diözesanrichter. Er war zudem viele Jahre Präses der Kolpingfamilie Eichstätt.

1997 trat Rupprecht in den Ruhestand, den er zunächst als Hausgeistlicher im Altenheim St. Elisabeth in Eichstätt verbrachte. 2000 wurde ihm der Ehrentitel eines Päpstlichen Ehrenprälaten ("Ehrenprälat Seiner Heiligkeit") verliehen. Seit 2008 lebte er in Neumarkt.

Die Begräbnisfeier ist am Mittwoch, 19. Januar, in Eichstätt. Sie beginnt um 14 Uhr mit dem Requiem im Dom. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Kapitelsfriedhof im Kreuzgang des Doms. Bereits am Dienstag, 18. Januar, ist um 19 Uhr eine Totenvesper im Dom.
pde
15.01.11
Neumarkt: Prälat Rupprecht gestorben

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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang
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