"Gute Ausgangssituation"


Marco Heer wurde in der Weihnachtssitzung ausgezeichnet
NEUMARKT. Trotz großer Investitionen in schwieriger Zeit konnten in Deining die Schulden der Gemeinde weiter gesenkt werden.

Der junge Rettungsschwimmer Marco Heer konnte in der Weihnachtssitzung des Deininger Gemeinderates für seine sportlichen Erfolge geehrt werden. Bürgermeister Alois Scherer überreichte dem jungen Sportler, der für seine Leistungen bereits im Frühjahr von Landrat Albert Löhner im Rahmen der Sportlerehrung des Landkreises eine Pokal entgegennehmen konnte, für den Bayerischen Vizemeistertitel in seiner Sportart eine Ehrenurkunde und ein Präsent.

Mit dem Titel des Musikstücks "Jeder Tag bringt neue Hoffnung" überschrieb Bürgermeister Alois Scherer seinen Jahresrückblick und verglich damit die Entwicklung der Gemeinde im beinahe abgelaufenen Jahr. Am Anfang des Jahres habe noch der wirtschaftliche Abschwung als Nachwirkung der Bankenkrise das Bild dominiert und die Wirtschaftsweisen hätten ein Nullwachstum mit all den damit verbundenen Folgen für die Wirtschaft, den Arbeitsmarkt und die öffentlichen und privaten Haushalte prognostiziert.

Mittlerweile sei erwiesen, dass auch Wirtschaftsweise irren können und das Bild am Jahresende sei geprägt von einem stabilen wirtschaftlichen Aufschwung, drastischem Rückgang der Arbeitslosigkeit bis beinahe schon zur Vollbeschäftigung im Landkreis, so der Bürgermeister. Deining sei eine der Gemeinden mit der niedrigsten Arbeitslosenzahl überhaupt. Statt grassierender Zukunftsängste hätten sich Hoffnung und Zuversicht breit gemacht.

Scherer sagte, dass die Gemeinde die mit dem wirtschaftlichen Aufschwung verbundenen Chancen konsequent genutzt und umfangreiche Investitionsmaßnahmen und viele Projekte zur Steigerung der Lebensqualität angestoßen und nach vorne gebracht habe. Er verwies auch auf den kulturellen, gesellschaftlichen und sozialen Bereich, wo ebenfalls viel erreicht werden konnte.

In elf Sitzungen, in einer informellen Sitzung sowie in einer zweitägigen Klausurtagung wurde eine Vielzahl von Themen der kommunalen Selbstverwaltung behandelt und wichtige Zukunftsstrategien diskutiert. Bei der alljährlichen Besichtigungsrundfahrt, konnte sich das Gremium vor Ort ein Bild über die laufenden Baumaßnahmen, Projekte und Brennpunkte machen. In den Arbeitssitzungen wurden 123 Tagesordnungspunkte behandelt und 117 Beschlüsse gefasst. Davon etwa zwei Drittel in öffentlicher Sitzung. Die meisten Beschlüsse waren einstimmig. Der Gemeinderat setze damit die ausgezeichnete Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fort, hieß es.

Trotz stagnierendem Baulandverkauf und einer "totalen Flaute" in manch anderen Gemeinden, konnten in Deining wieder acht Bauplätze an junge Familien und solche, die es werden wollen, weitergegeben werden

Beim Thema Einwohnerentwicklung konnte der Bürgermeister einen leichten Aufwärtstrend feststellen. Besonders erfreulich sei die für den Erhalt der Hautschule bzw. Mittelschule so wichtige ansteigende Geburtenzahl. Die Einwohnerzahl wird am Jahresende voraussichtlich auf 4.360 steigen. Geburten gab es 44 (Vorjahr: 33), Eheschließungen: 23 (17), Sterbefälle: 44 (37), Zuzüge: 171 (157), Wegzüge: 159 (152)

Im Rückblick auf die Investitionen der Gemeinde wurde an zahlreiche Maßnahmen erinnert, unter denen die Fertigstellung Generalsanierung, Umbau und Erweiterung der Volksschule mit der Neugestaltung des Pausenhofes und der Außenanlagen mit einem Gesamtumfang von rund 3,5 Millionen Euro ein besonders großer Brocken war.

Zu den Gemeindefinanzen konnte Bürgermeister Scherer feststellen, dass sie geordnet sind und deshalb "Gott sei Dank "kein Schwerpunktthema in der Gemeinderatsarbeit darstellen.

Trotz der Steuerrückgänge in der Folge des wirtschaftlichen Abschwungs in den beiden Vorjahren verfügte die Gemeinde auch 2010 über eine gute Ausgangssituation. Aus den sich als relativ robust erweisenden Haupteinnahmequellen (Einkommenssteuerbeteiligung, Schlüsselzuweisungen, Gewerbesteuer) im Zusammenspiel mit einer sehr sparsamen Haushaltsführung beträgt der freie Finanzspielraum voraussichtlich 1,2 Millionen Euro bei geplanten 950.000 Euro.

Die konsequente Ausnutzung staatlicher Fördermittel sorge für die nötige Finanzaustattung zur Finanzierung des umfangreichen Investitionsvolumens. Das Investitionsvolumen sei mit über 4 Millionen Euro dreimal so hoch wie die durchschnittlichen Investitionsausgaben der bayerischen Gemeinden in der entsprechenden Größenklasse.

Die Investitionen 2010 können nicht nur ohne Neuverschuldung abgewickelt werden; durch die reguläre Tilgungsleistungen gehen die Schulden sogar um rund 127.000 Euro auf 1,85 Millionen Euro (425 Euro je Einwohner) zurück.

In seinem Schlusswort, dankte Bürgermeister Alois Scherer allen Mitbürgern, die sich ehrenamtlich im vergangenen Jahr engagiert haben. Besonders dankte er den Gemeinderatsmitgliedern für die harmonische und zielgerichtete Zusammenarbeit und den Partnern der Gemeinderatsmitglieder für das Verständnis für die aus dem Ehrenamt erwachsende Arbeitsbelastung, die sich auf die ganze Familie auswirke. Der zweite Bürgermeister dankte Bürgermeister Alois Scherer für seinen besonderen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.
16.12.10
Neumarkt: "Gute Ausgangssituation"
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