Pfleiderer schließt Werk

NEUMARKT. Der Neumarkter Pfleiderer-Konzern schließt sein seit über einem Jahr "ruhendes" Spanplatten-Werk im schwäbischen Gschwend.

"Nicht geplant"

NEUMARKT. Weitere Werksschließungen sind bei Pfleiderer weder beschlossen noch in nächster Zeit geplant.

Das sagte am Montag der Chef des Business Centers Westeuropa, Michael Wolff, auf eine Anfrage von neumarktonline. Wolff wies darauf hin, daß das kleinste Werk des Konzerns in Gschwend geschlossen werde mußte, weil die Erholungsphase bei der Rohspanplatten-Herstellung länger als geplant dauere.

Die "Konsolidierungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte Wolff. Allerdings seien weitere Werksschließungen derzeit nicht geplant.
Vorstand und Aufsichtsrat der Pfleiderer AG haben einem entsprechenden Beschluss der Geschäftsführung des Business Centers Westeuropa zugestimmt, hieß es am Montag in einer Pressemitteilung. Grund dafür sei die in Folge der Rezession stark zurückgegangene Nachfrage nach Spanplatten, die zu strukturellen Anpassungen der Industrie führte. Das Werk Gschwend befindet sich wegen dauerhafter Unterauslastung bereits seit 13 Monaten in Kurzarbeit (wir berichteten mehrfach).

Die Kurzarbeit betrug dabei in dieser Zeit "100 Prozent", das heißt die Produktion ruhte auf der ganzen Linie, wie Pfleiderer-Pressesprecher Fabian Schiffer auf Anfrage von neumarktonline bestätigte.

"Es zeichnet sich auch auf lange Sicht keine Erholung des Rohspan-Marktes ab", stellte Michael Wolff, Vorsitzender der Geschäftsführung des Business Centers Westeuropa der Pfleiderer AG, fest. "Angesichts großer Überkapazitäten ist daher eine Anpassung des Produktionsangebots zwingend notwendig. Wir sind der Überzeugung, dass die Konsolidierungsphase in der Holzwerkstoffindustrie weiter anhalten wird. Darüber hinaus drücken stark gestiegene Rohstoffkosten auf die Marge." Pfleiderer wrde deshalb im Verlauf November die Preise in Westeuropa um weitere 20 bis 30 Euro pro Kubikmeter erhöhen.

Pfleiderer hatte seine Produktionskapazitäten am Standort Gschwend bereits vor über einem Jahr an die deutlich schwächere Nachfrage "angepasst". Die verbliebenen 93 Mitarbeiter arbeiteten seither "zu 100 Prozent kurz".

Die Unternehmensleitung hat umgehend die Beratungen mit dem Betriebsrat vor Ort aufgenommen, um gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, den notwendigen Personalabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Diskutiert werden soll in diesem Zusammenhang auch die Gründung einer Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft, hieß es.
11.10.10
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