Neuer Chefarzt vorgestellt


Vorstand Peter Weymayr, der ausscheidende Chefarzt Dr. Roland Mayer, sein Nachfolger Dr. Thomas Ebersberger, Landrat Albert Löhner und der Leiter des Pflegedienstes, Werner Bierschneider (v.l.).

NEUMARKT. In der Klinik für Radiologie wurde zum Jahreswechsel ein weiterer Chefarztwechsel vollzogen. Dr. Thomas Ebersberger tritt die Nachfolge des ausscheidenden Chefarztes Dr. Roland Mayer an.

Landrat Albert Löhner betonte zunächst die Verdienste Dr. Mayers, der am 1. November 1984 seinen Dienst am Klinikum Neumarkt antrat und über 25 Jahre als Chefarzt die Radiologie leitete. Die Klinik für Radiologie führte damals noch die Bezeichnung Röntgenabteilung. Mayer waren das konventionelle Röntgen, die Nuklearmedizin und Strahlentherapie unterstellt.

Die Abteilung war bis dahin keine selbständig geführte Abteilung und Dr. Mayer somit der erste Chefarzt der Radiologie. Er übernahm die Aufgabe, eine eigenständige Abteilung aufzubauen, sie apparativ und personell auf den modernsten Standard zu bringen und die ärztlichen sowie die medizinisch-technischen Mitarbeiter zu qualifizieren, daneben das Leistungsspektrum zu erweitern, insbesondere um den Bereich der Interventionellen Radiologie.

Als Konsequenz haben sich die Untersuchungs- und Behandlungsleistungen mehr als verdoppelt. Dr. Mayer war damals der einzige radiologische Facharzt in Neumarkt. Somit musste er bis 1997 die ambulanten Patienten des Landkreises Neumarkt in der Röntgendiagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie mitversorgen. In Folge einer konsequenten Fort- und Weiterbildung gelang es ihm, innerhalb von fünf Jahren ein kompetentes Team von Fachärzten und MTRA aufzustellen, hieß es am Mittwoch.

Zahlreiche strukturelle Änderungen markierten die Entwicklung der Abteilung, für die Dr. Mayer stets als Motor diente. Die erstmalige Aufstellung eines Computertomographen im Jahr 1990 bedeutete einen Quantensprung in der Diagnostik für das damalige Kreiskrankenhaus. Nicht zuletzt dem umsichtigen Wirken Dr. Mayers sei es zu verdanken gewesen, dass Neumarkt vom Sozialministerium als Standort für einen Linearbeschleuniger und das sogenannte Bayern-3-Modell ausgewählt wurde.

Durch das Bayern-3-Modell, einem Kooperationsmodell zwischen Krankenhaus und dem niedergelassenen Radiologen Priv. Doz. Dr. Georg Küffer, konnte ein MRT-Gerät sowie die Praxis Dr. Küffers ebenfalls 1997 am Haus angesiedelt werden. Der Linearbeschleuniger konnte 1997 seinen Betrieb aufnehmen. 2004 wurde die Strahlentherapie ausgelagert. Frank Muckelbauer betreibt seitdem die Bestrahlungen für ambulante und stationäre Patienten. Mit dem Aufstellen eines zweiten Linearbeschleunigers ist jetzt ein Tandembetrieb möglich. Zudem wurde die Strahlentherapie als bettenführende Abteilung in den Krankenhausplan aufgenommen und damit die Abteilung für Radiologie zur Klinik für Radiologie.

In den vergangenen Jahren waren die Zertifizierung und Digitalisierung der Klinik für Radiologie sowie der komplette Umbau der Abteilung im Rahmen des fünften Bauabschnittes die wesentlichen Änderungen.

Nach mehr als 25 Dienstjahren im Klinikum Neumarkt bedankte sich die Krankenhausleitung bei Dr. Mayer für sein erfolgreiches Wirken. Er habe es immer verstanden, die Belange seiner Abteilung mit den strategischen Zielen des Klinikums zu vereinbaren - im Interesse einer bestmöglichen Dienstleistung für die bettenführenden Abteilungen des Hauses.

Für die Leitende Position der Klinik für Radiologie wählte der Verwaltungsrat auf Vorschlag der Leitungskommission eine interne Nachfolgeregelung. Mit Oberarzt Dr. Thomas Ebersberger wurde ein langjähriger Mitarbeiter der Klinik für Radiologie als Nachfolger des Leiters bestellt. Der 45jährige gebürtige Nürnberger ist bereits seit 1997 am Klinikum Neumarkt; davon die letzten fünf Jahre als Oberarzt.

Bei der Einführung der digitalen Archivierung und beim Umbau der Abteilung habe er als verantwortlicher Mitarbeiter Führungsqualitäten bewiesen, hieß es. Trotz lukrativer Angebote von anderer Seite konnte Dr. Ebersberger für die leitende Position in der Klinik für Radiologie gewonnen werden.

Die Klinik für Radiologie ist reorganisiert, baulich neu gestaltet und biete dem zukünftigen Leiter optimale Arbeitsbedingungen. Dr. Friedrich Bock, langjähriger Erster Oberarzt von Dr. Roland Mayer, wird zukünftig den Bereich "Interventionelle Radiologie" nach außen vertreten. Drei routinierte, hochqualifizierte und erfahrene Fachärztinnen würden die hohe Qualität der Abteilung mit sicher stellen. Daneben werde ein weiterer Arzt in der Abteilung demnächst die Facharztprüfung ablegen und damit insgesamt die "überdurchschnittlich hoch qualifizierte Abteilung" komplettieren.

Vorstand Peter Weymayr und Ärztlicher Leiter Priv. Doz. Dr. Peter-Hubert Grewe zeigten sich überzeugt, mit der Hausberufung die optimale Lösung gefunden zu haben. Die Abteilung könne nach dem Ausscheiden von Dr. Roland Mayer sofort in gewohnter Qualität mit dem bewährten Team weitergeführt werden.
31.03.10
Neumarkt: Neuer Chefarzt vorgestellt
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