"Blick hinter die Kulissen"


Die neue Palliativstation am Klinikum Neumarkt wurde auch von Politikern aller Parteien besucht.
Fotos:Archiv

Das Ehepaar Donauer wurde von Landrat Albert Löhner mit der
Landkreismedaille ausgezeichnet.


Ehrungen auch in der Stadt Neumarkt: hier wurde eine Straße
nach dem Ehepaar benannt
NEUMARKT. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Im Oktober letzten Jahres ging nach einer großherzigen Stiftung der Eheleute Leokadia und Johann Donauer die Palliativstation am Klinikum Neumarkt in Betrieb.

Seitdem wurden über 250 Menschen in dieser für Patienten und Angehörigen so leidvollen Zeit intensiv betreut.

Bei der Palliativmedizin handelt es sich um die Behandlung Schwerstkranker, vor allem Tumorpatienten, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, aber eine Linderung ihrer Leiden sowie prophylaktisch eine Vermeidung von krankheitsbedingten Symptomen erhalten sollen.

So wie ein Baum nur als Ganzes existieren kann, begreift die Palliativmedizin den Menschen als eine Einheit aus körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen. Unter diesem ganzheitlichen Aspekt erfahren Patienten Betreuung und Begleitung. Durch eine medizinisch-pflegerische und menschliche Zuwendung soll ein würdevolles Leben bis zuletzt ermöglicht werden.

Die Palliativmedizin basiert auf der Hospizidee, die das Sterben als natürlichen, zum Leben gehörenden Prozess betrachtet. Die Hauptziele sind es, bestmögliche Lebensqualität zu erreichen und die Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen in den Mittelpunkt zu stellen sowie eine Entlassung nach Hause zu ermöglichen. Einschränkende Symptome wie Schmerzen, Atemnot und Übelkeit ängstigen die Patienten. Die Stabilisierung dieser Beschwerden und des sozialen Umfelds wird angestrengt.

Auf einer eigenen Station haben diese Menschen die Möglichkeit, nahe bei ihren Angehörigen eine würdevolle Behandlung zu erfahren. Dabei wird eng mit den niedergelassenen Ärzten, ambulanten Einrichtungen, Hospizvereinen, stationären Hospizen, Selbsthilfegruppen und Seniorenheimen kooperiert, um eine bestmögliche, abgestimmte Versorgung zu garantieren. Elf Betten stehen auf der Neumarkter Palliativstation zur Verfügung.

Die Palliativstation hat in kürzester Zeit ein hohes Renommee erworben. Grund genug, das einjährige Jubiläum zum Anlass zu nehmen, der Öffentlichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Das multiprofessionelle Behandlungsteam stellt sich und ihre verschiedensten Tätigkeiten vor.

Um 12, 14 und 15 Uhr werden Führungen durch die Station angeboten. Vorträge finden statt zu den Themen "Die Not mit dem Atem", "Die Not mit dem Schmerz", "Aroma und Duft für die Sinne", "Was ist, wenn ich die Pflege nicht mehr schaffe?", "Heilsames in Wort und Klang", "Auf den entspannten Schwingen der Fantasie" und "Loslassen und Entspannen leicht gemacht".

Der Hospizverein Neumarkt e.V. informiert ebenfalls über seine Tätigkeit. Die Vorträge werden im Lauf des Tages mehrmals wiederholt. Ort des Geschehens ist das neue Schul- und Studienzentrum des Klinikums im Klägerweg.
25.11.09
Neumarkt: "Blick hinter die Kulissen"
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