"Chronischer Schmerz"

NEUMARKT. Das Neumarkter Gesundheitsforum befaßt sich am Dienstag mit dem Thema "Problemfall Chronischer Schmerz" und den Behandlungsmöglichkeiten am Klinikum Neumarkt.

Der chronische Schmerz hat gegenüber dem akuten Schmerz seine Warn- und Schutzfunktion verloren. Mit der Zeit führt er zu körperlichen und psychischen Folgeerscheinungen bis hin zu einer eigenständigen Schmerzkrankheit, die den Alltag prägt und stark behindert. Resultat ist oftmals eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität und der Verlust der Arbeitsfähigkeit. Gemäß dem Leitspruch "die Medizin sollte nicht nur dem Leben Jahre geben, sondern auch den Jahren Leben" (G.Ch. Lichtenberg, 1742-99) hat sich in den vergangenen Jahren die Schmerztherapie zu einer eigenständigen medizinischen Fachrichtung entwickelt.

Die Referenten des Gesundheitsforums berichten über das Leistungsspektrum, das im Klinikum zur Behandlung des chronischen Schmerzes angeboten wird. Dr. Rüdiger Schmiedl ist Leiter der Schmerzambulanz sowie der Tagesklinik für Schmerztherapie am Klinikum. Dr. Michael Janka betreibt seit 1.April am Klinikum eine Praxis für Neurochirurgie und ist insbesondere in der speziellen Wirbelsäulenchirurgie tätig.

Dr. Schmiedl weist in seinem Vortrag auf die Vorgehensweise und Ziele bei der Behandlung chronischer Schmerzpatienten hin. Eine Kombination aus medizinischer Betreuung (Medikamente, interventionelle Verfahren wie Nervenblockaden oder Schmerzpunktinfiltration, Stimulationsverfahren, wie z. B. TENS), psychologischer Schmerztherapie (Verfahren zur Aufmerksamkeitsumlenkung und Schmerzdistanzierung, Genusstraining, Entspannungsverfahren, Gruppentherapie) sowie physio- und ergotherapeutischer Behandlung (Haltungsschulung, Dehnübungen, Kräftigungsübungen, konzentrative Bewegungstherapie) stellt die wirkungsvollste Behandlungsform dar. Ziel ist eine Stärkung der Eigenkompetenz und eine Verbesserung der Lebensqualität. Auch die Vertreter des den Schmerztherapeuten begleitenden Behandlungsteams erläutern die Inhalte der Therapieformen.

Wirbelsäulenerkrankungen zählen zu den "neuen" Krankheitsformen der modernen Gesellschaft. Die umgangssprachlich oft auch als "Kreuzschmerzen" bezeichneten Beschwerden kann man mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnen. Dr. Janka referiert über die operative Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen, wenn der Wirkungsbereich eines Betroffenen erheblich eingeschränkt und dessen Lebensqualität erheblich vermindert ist, wie z.B. bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen und Wirbelkanalverengungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule oder von Makro- und Mikroinstabilitäten der Wirbelsäule mit modernen, schonenden - teils dynamischen - Stabilisierungsverfahren. Komplexe Wirbelsäulenverletzungen erfordern dabei oftmals eine interdisziplinäre Therapie mit anderen Fachrichtungen im Klinikum.

Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag um 18.30 Uhr im Konferenzraum des Klinikums. Der Besuch des Gesundheitsforums ist kostenlos.
21.04.09
Neumarkt: "Chronischer Schmerz"
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