"Keine Subventionen"

NEUMARKT. Werksreferent Karl-Heinz Brandenburger lehnt eine "Subvention" des Einzelhandels durch die Stadtwerke ab.

In einer Stellungnahme wies er die immer wieder einmal ins Gespräch gebrachte Wieder-Einführung der ersten gebührenfreien Park-Stunde in den Parkhäusern auf Kosten der Stadtwerke zurück. Und auch bei der Einrichtung eines Stadtmarketings und eines Citymanagers könne es bei der Finanzierung nur eine "Verbundlösung" zwischen Stadt und Einzelhandel geben. Eine "Alleinfinanzierung durch die Stadt, also durch den Steuerzahler, lehne ich persönlich ab", erklärte Brandenburger.

Zu Äußerungen von Michael Stepper von der Werbegemeinschaft hatte Brandenburger den Rat parat, als "Werbegemeinschaft erst mal in die Puschen" zu kommen, bevor man "solchen Unsinn in die Welt" setze.

Forderung aus dem Einzelhandel nach einer ersten gebührenfreien Park-Stunde seien im Werksenat grundsätzlich ("eigentlich wie immer") ablehnend besprochen worden. Die Erfahrungen hätten gezeigt, daß sich das Defizit aus dem Betrieb der Parkhäuser und Tiefgarage ohne Gebühren für die erste Stunde enorm erhöhe.

Trotzdem habe Brandenburger einen "Runden Tisch" mit Stadtwerken, Werbegemeinschaft und Stadt vorgeschlagen, der eine vernünftige, für alle Seiten tragbare Lösung des finanziellen Problems für das kostenlose Parken in der ersten Stunde finden soll. Freilich pochte der Werksreferent hier auf eine "Bringschuld des Einzelhandels".

Es helfe nicht viel weiter, wenn einige Mitglieder der Werbegemeinschaft die Parkgebühren unter bestimmten Voraussetzungen erstatten würden, zumal Brandenburger selbst wie auch sein Bekanntenkreis bisher "nirgendwo einen Hinweis auf die mögliche Erstattung von Parkgebühren in den Neumarkter Läden gefunden" hätten.

Er persönlich würde bei Einkäufen in Neumarkter Geschäften auch selten die "50 Euro-Grenze" überschreiten, teilte der schwergewichtige Neumarkter Stadtrat augenzwinkernd mit: Mit seiner "etwa üppigeren Taille", so Brandenburger, müsse er zum Kleidungskauf "nach Freystadt zum Frühauf oder nach Nürnberg zum Wöhrl oder Hirmer". Hier in Neumarkt ein Angebot für die etwas kräftigeren Figuren zu schaffen, "wäre eine löbliche Aufgabe für die Werbegemeinschaft".

Auch eine weitere Anregung der Werbegemeinschaft, die Fahrzeit der Stadtbusse bis auf 20 Uhr auszudehnen, fand nicht die Zustimmung des Werksreferenten. Jede Stunde mehr koste jährlich 55.000 Euro und frühere Erfahrungen hätten gezeigt, daß zu diesen Zeiten die Busse mit einem oder zwei Fahrgästen unterwegs waren.

Für die Stadtwerke sei leider nicht alles machbar und finanzierbar, "was manche sich so wünschen". "Subventionen für die Allgemeinheit "seien etwas ganz anderes als "Subventionen für einige wenige, auch wenn es der örtliche Einzelhandel ist", schloß Brandenburger.
16.08.08
Neumarkt: "Keine Subventionen"
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