"Wikinger" erobern Neumarkt


Die jungen Wikinger haben von ihrem Dorf Besitz genommen.
Fotos:Erich Zwick

Auf Zustimmung stoßen die Vorschläge der Betreuerin.


Die Wikinger-Häuser bieten Schutz vor Sturm und Regen.


Betreuer und Betreuerin machen sich mit der Gruppe bekannt.


Rast auf dem Weg zum Klinikum, wo's eine Führung gibt.
NEUMARKT. Bereits zum achten Mal gingen am Montag die Ferienspiele der Stadt an den Start. Obwohl das Wort "Spiel" im Programm steht, schlagen 168 Kinder die Zeit bis zum 16. August nicht einfach herumalbernd tot, sondern verbringen sie sinnvoll - jedenfalls nützlicher als an einem langweiligen Sandstrand.

Deshalb sind die Plätze auch so begeht, weil für die Kinder die Zeit wie im Flug vergeht und sie obendrein auch spielerisch ihren Horizont erweitern. Die Wikinger sind in diesem Jahr das Leitbild, und so hat sich eine Ecke des Landesgartenschauparks in ein Stammesdorf verwandelt.

Drei Väter hatten am Wochenende den Bauhof unterstützt und aus dem Stadtwald Bauholz für die klobigen Häuser "geerntet", damit die kleinen Wikinger von der Unbill der Witterung geschützt sind. Bereits am ersten Tag erwiesen sich die stabilen Häuser als wahre Bollwerke gegen einen Sturm, der von peitschendem Regen begleitet war.

Die kleinen Wikinger, aufgeteilt in zwölf Gruppen zu je 14 Teilnehmern, ließen sich aber deswegen nicht verdrießen, sondern nahmen den Regenguss als Stammestaufe. Ehe es aber ans richtige Werkeln ging, wurden die in Wikinger-T-Shirts gesteckten Mädchen und Buben von Bürgermeisterin Ruth Dorner vor dem Schauturm begrüßt. Den 28 Betreuern, die unmittelbar mit den Kindern arbeiten, und den 14 Helfern, die die Maßnahme unterstützend begleiten, wünschte sie ein glückliches Händchen und im Stillen vermutlich auch noch starke Nerven.

Die pädagogische Seite der Aktion wird von zahlreichen Institutionen und Firmen gefördert. Da sind zu nennen: der Bauhof, die Stadtgärtnerei, das Fotostudio Weidinger, das Forstamt, die Polizei, die Feuerwehr, das BRK, "Die Brücke" mit Minigolf, der Jura-Zoo, die Stadtwerke mit dem Freibad, das Klinikum und nicht zuletzt die Sternwarte.

Hütten und Unterkünfte haben der Siedlerbund, die Pfadfinder, die Schule Holzheim, die Hauptschule West und das Landratsamt mit der Turnhalle im Ostendorfergymnasium und den Gymnasien-Sportplätzen beigesteuert.

Dazu kommen noch stille Helfer im Hintergrund: eine Mutter, die im Lager nach dem Rechten sieht, zwei geschickte Schneiderinnen, die Wikinger-Kleidung kreieren, vier Senioren vom Treff im G6 und die erwähnten drei "Forstgehilfen".

Ein ganz besonderer Höhepunkt ist wieder eine Übernachtung, wenn das Lagerfeuer abgebrannt ist und sich die müden "Wikinger" in ihren Hütten zur Ruhe legen. Beim Aufwachen erwarten sie dann krachige Brötchen, traditionsgemäß als Spende von der Bäckerei Gschneidinger.

Da möchte man doch glatt auch "Wikinger" sein und reinbeißen...
Erich Zwick



Das Wikinger-Abenteuer kann beginnen.
04.08.08
Neumarkt: "Wikinger" erobern Neumarkt
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