7000 Liter Apfelsaft "geerntet"


Äpfel über Äpfel - die Ernte fiel heuer im Landkreis sehr gut aus. Unser Bild entstand beim ersten Mosttermin vor einigen Tagen.

NEUMARKT. Reiche Apfel-Ernte im Landkreis: Beim ersten Mosttermin konnten 7000 Liter Apfelsaft erreicht werden.

Die Apfelbäume in der Region tragen heuer zum Teil sehr gut. Auffallend ist ein wesentlich früherer Reifetermin bei allen Obstarten, der noch auf das außergewöhnlich warme und schöne Frühjahr zurückzuführen ist.

Auch in diesem Jahr stellt die geringe Haltbarkeit des Obstes, vor allem auch beim Apfel, ein Problem dar. Der Befall mit Apfelwickler (Wurm im Apfel) und meist nachfolgend die Infektion mit dem Moniliapilz lassen die Früchte schnell faulen. Diese Tatsache sollte bei der Einlagerung berücksichtigt werden. Wer größere Mengen zur Verfügung hat, ist gut bedient, wenn er das Obst bald verarbeitet und nur wenig einlagert.

Die Apfelsaftherstellung bei einer der Mostereien, die häufig von einem Obst- und Gartenbauverein betrieben werden, bietet sich zunächst an. Darüberhinaus findet das Dörren von Obst seit einigen Jahren wieder vermehrt Anhänger.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, Obst abzugeben. Ein regionales, soziales Projekt findet in Kooperation der Christlichen Arbeiterhilfe Neumarkt (CAH), der Mosterei des Obst- und Gartenbauvereins in Berching, dem Landschaftspflege-verband Neumarkt e.V. (LPV) und der Neumarkter Lammsbräu statt.

Die CAH sammelt die Äpfel. Dabei wird sogar ein Abhol- und Pflückservice angeboten (Kontakt über die CAH Neumarkt 09181/4635–0 oder die CAH in Dietfurt 08464/602412). Die gesammelten Äpfel werden bei zwei Mostterminen bei der Mosterei des Obst- und Gartenbauvereins Berching gepresst. Beim ersten Mosttermin konnten 7000 Liter Apfelsaft erreicht werden. Der Rohsaft wird per Tankwagen zur Neumarkter Lammsbräu geliefert. Dort wird der Apfelsaft zu Apfelschorle weiterverarbeitet, abgefüllt und als Juratäler Apfelschorle vertrieben.


Säckeweise werden Äpfel angeliefert
Voraussetzung für eine Anlieferung ist, dass das Obst nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gespritzt oder mit synthetischen Düngern gedüngt worden ist. Außerdem dürfen die Obstbäume nicht an Hauptverkehrsstraßen stehen. Das Obst muss gut ausgereift sein und darf nicht faulen. Für die Anlieferung können 50 Kilo-Säcke bereitgestellt werden. Die sind bei der CAH in Neumarkt und Dietfurt erhältlich.

Der Landschaftspflegeverband Neumarkt e.V., der die gesamte Aktion organisatorisch begleitet, erhofft sich durch die Vermarktungsmöglichkeit eine Erhöhung des Stellenwertes von Streuobstbeständen. Alte Anlagen prägen das Landschaftsbild. Man denke zum Beispiel an die Obstbaumreihen am alten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Die in den letzten Jahren entstandenen Anlagen sorgen für den Fortbestand dieser charakteristischen Landschaftselemente im Landkreis.

Weitere wichtige Aktionen zum Thema sind der in den Jura 2000–Gemeinden stattfindende Streuobstmarkt und die Neumarkter Obstbörse. Der Streuobstmarkt findet in diesem Jahr im Rahmen des Beilngrieser Zwiebelmarktes am 6. und 7. Oktober statt. Die Neumarkter Obstbörse ist dieses Jahr auf den 13. Oktober terminiert und findet zwischen 9 und 14 Uhr vor dem Landratsamt statt.

Nähere Informationen zu beiden Veranstaltungen gibt es beim Landschaftspflegeverband Neumarkt unter Telefon 09181/470–338. Er steht auch für Fragen zum Apfelsaftprojekt zur Verfügung.

Anmeldungen für die Mosttermine am 4. und 18.Oktober im Rahmen des Apfelsaftprojektes nimmt die CAH unter folgenden Rufnummern entgegen: Neumarkt 09181/4635–0 und Dietfurt 08464/602412.
25.09.07
Neumarkt: 7000 Liter Apfelsaft "geerntet"
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