"Neue Ideen nötig"

NEUMARKT. Der dritte Workshop der Regina GmbH zur Fortschreibung des Regionalen Entwicklungskonzeptes behandelte das Thema "regionale Agrarverantwortung".

In sehr konstruktiver Atmosphäre fanden sich 16 Vertreter landwirtschaftlicher Institutionen, des Landratsamtes, der Berufsschule und einige Bauern ein, um künftige Ziele und Projekte gemeinsam zu erarbeiten und zu diskutieren.

Landrat Albert Löhner eröffnete den Workshop mit der Anmerkung, dass die Agrarpolitik der interessanteste Politikbereich sei, da er sehr umfassend wirke. Gleichwohl könne die derzeitige Agrarpolitik so nicht mehr weitergehen. Deshalb sei es notwendig mit neuen Ideen voranzuschreiten, wofür der Workshop eine gute Gelegenheit biete.

Die Gelegenheit wurde auch gut genutzt: so entstand die Idee einer "informellen Dorfentwicklungsplanung". Darunter ist zu verstehen, dass bei Interessenkonflikten bei Baumaßnahmen in Dörfern frühzeitig der Dialog zwischen den Kontrahenten eröffnet werden soll, damit es nicht zu aufwendigen und unnötigen Rechtsverfahren kommt.

Die Erfassung und Analyse agrarischer und nicht nichtagrarischer Leistungen der Landwirte spielt ebenfalls eine Rolle. Dabei soll ermittelt werden, welchen Wert die Dienstleistungen der Landwirtschaft ausserhalb der traditionellen Erzeugung haben und wie diese gerecht vergütet werden können.

Auch die Idee der Doppelqualifikation von Landwirten wird weiter verfolgt. Damit sollen den Nachwuchsbauern Zukunftsperspektiven eröffnet werden, die auf den beiden Säulen einer Berufsausbildung zum Landwirt und einer zusätzlichen anderen Berufsausbildung ruhen könnten. Die Ausbildungszeit würde vier Jahre betragen.

Thema war auch der gentechnikfreie Landkreis Neumarkt. Hier sollen in Rahmen einer besseren Öffentlichkeitsarbeit die Vorzüge produktbezogen herausgestellt werden. Ausserdem sollen die regionalen Produkte aus der Region wieder besser dargestellt und vermarktet werden.

Die Ergebnisse des Workshops werden in die Neufassung des regionalen Entwicklungskonzeptes aufgenommen. Damit bewirbt sich der Landkreis Neumarkt um neue EU-Fördermittel bis 2013. Bayernweit werden 50 Regionen in den Genuss der Mittel des neuen EU-Programms ELER (Leader) kommen, etwa 60 bewerben sich. Zu rechnen ist etwa mit 1,3 Millionen Euro an EU-Mitteln, die dann noch mit der gleichen Summe Co-finanziert werden müssen. Das Bewerbungsverfahren läuft voraussichtlich im Herbst, Projekte werden ab 2008 gestellt werden können.

Die beiden letzten Workshops finden in den Handlungsfeldern Kultur-Landschaft-Natur (18.Juni) und Gesellschaft-Demografie (20.Juni) statt. An den Workshops können interessierte Bürger teilnehmen. Interessenten werden gebeten, sich aus organisatorischen Gründen vorher telefonisch bei der Regina GmbH unter 09181/90 76 66 anzumelden.
16.06.07
Neumarkt: "Neue Ideen nötig"
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