Schützen sind empört


Die Böller mußten in Neumarkt schweigen
NEUMARKT. Die Böllerschützen schießen zurück: Sie sind stocksauer, weil ihnen die Stadt ihre Veranstaltung untersagte.

Wie neumarktonline bereits am Donnerstag vorletzter Woche berichtete mußten die Schützen dreier Neumarkter Vereine mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen, statt einer - zugegeben kurzen - Tradition zufolge am Neujahrstag das neue Jahr mit lauten Böllerschüssen zu begrüßen.

Neben den betroffenen drei Schützenvereinen (1433, Stauf und Wolfstein) haben sich jetzt drei weitere Vereine (Holzheim, Postsportverein und Woffenbach) einer Pressemitteilung angeschlossen, in der die verhinderten Böllerer empörte Klage gegen das Ordnungsamt der Stadt erheben, das die Veranstaltung - angeblich wegen fehlender Genehmigung - untersagt hatte.

"Beschämend für unsere traditionelle Kreisstadt" sei dies, schreiben die Vorstände und teilweise auch Ehrenvorstände der Vereine. Die "Tradition" sei zwar tatsächlich erst 2005 begonnen worden, doch man habe sich bemüht, einen alten Brauch wieder aufleben zu lassen, der dann alle Jahre fortgeführt werden sollte.

Die Vereinsvorstände verweisen auf Vereine in der Umgebung Neumarkt - wie zum Beispiel Kastl oder Undorf - wo die Genehmigungen für ähnliche Veranstaltungen überhaupt kein Problem wären. Und die Anwohner dort wären ja wohl "nicht alle schwerhörig".
14.01.07
Neumarkt: Schützen sind empört
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