Bürger fragten den OB


OB Thumann stellte sich beim UPW-Bürgergespräch den Fragen.

NEUMARKT. OB Thumann nannte die Pfleiderer-Kritik an einem städtischen Hackschnitzel-Heizkraftwerk "unbegründet".

Diesmal hatte Oberbürgermeister Thomas Thumann höchstpersönlich mit den UPW-Vereinsvorsitzenden Stadtrat Georg Jüttner, Pressesprecher Bernhard Lehmeier und Hans Werner Glossner zum traditionellen Bürgergespräch der UPW/FW ins Schützenhaus an der Kerschensteiner Straße eingeladen. Anwesend waren auch die UPW-Stadträte Franz Düring und Erich Dorfner.

Die zahlreich erschienenen Bürger aller Alterskategorien hatten einen großen Fragenkatalog an den OB dabei. Eines der herausragenden Themen war das geplante Projekt eines Hackschnitzel-Heizkraftwerkes der Stadtwerke Neumarkt. Hier wurde neben der Standortfrage auch die Holzrohstoffsituation diskutiert. Nachdem festgestellt wurde, dass doppelt soviel nachwachsende Holzrohstoffe vorhanden sind wie derzeitiger Holzeinschlag durchgeführt wird, wies OB Thomas Thumann die Kritik von Pfleiderer bezüglich zukünftiger "Holzrohstoff-Engpässe mit damit verbundenen Preissteigerungen "als unbegründet" zurück.

Auch eine zusätzliche geplante Biogasanlage sei eine der kommenden zentralen Aufgaben der Stadt, um der notwendigen alternativen Energiepolitik in naher Zukunft gerecht zu werden und einzuleiten.

Ein weiteres Thema des Abends war der aktuelle Stand der Dinge wegen des "PPP-Modells Stadthalle". Hier erwarte man in Kürze von den Anbietern errechnete Zahlen, die ein wichtiger Baustein zur Bedarfsanalyse und Kostenberechnung des gesamten Projektes sein werden, "damit auch endlich verlässliche Fakten und Tatsachen auf den Prüfstand kommen".

Auch die laufenden Projekte Unteres Tor mit Ärztehaus, den dazugehörigen Tiefgaragen und Verkehrssituation erläuterte OB Thomas Thumann sehr ausführlich und erklärte das komplizierte Vertragswerk mit den drei Partnern Stadt, Krause und Ärzte den aufmerksam zuhörenden Bürgern.

Ein weiteres Hauptthema des OB war die Kostenkontrolle im laufenden Haushalt "mit äußerst sorgsamen Umgang der vorhandenen Rücklagen" bei Zukunftsprojekten.

Die Anreize der Stadt zur Förderung des Mittelstandes, so der OB, werden zukünftig immer wichtiger werden, da ja für neu entstehende Arbeitsplätze der Mittelstand der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Vergangenheit bis heute hin war "und auch in Zukunft der zuverlässigste Partner für die Arbeitnehmer unserer Stadt sein wird".

Wiederholtes Thema beim Bürgergespräch war die mit immer wiederkehrendem hohen Aufwand installierte Kunsteisbahn der Stadtwerke am Volksfestplatz. Vielleicht sollte sich die Stadt daher überlegen, einen festen Platz mit einer stationären überdachten Anlage zu errichten, die im Winter als Eislaufbahn und im Sommer als Beachvolleyballplatz genutzt werden könnte, hieß es.

Auch die Verlegung des Weihnachtsmarktes hin zum Residenzplatz war ein Anliegen der Bürger. Hier sollte man einfach mal den Versuch wagen, hieß es. Eine optische Aufwertung des "historisch einmalig vorhandenen Areals" durch stilvolle Weihnachtsbeleuchtung wäre sicherlich für den Weihnachtsmarkt ebenfalls eine neue und attraktive Bereicherung.

Zum Schluss der Veranstaltung ging der OB noch mal auf den "sehr erfolgreich" durchgeführten 1. Promichat ein. Als nächster "prominenter Neumarkter" soll Polizeichef Helmut Lukas Rede und Antwort stehen.
30.11.06
Neumarkt: Bürger fragten den OB
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