Riesiger Besucherandrang


Klinikchef Peter Weymayr (rechts) freut sich zusammen mit seinen Ehrengästen über den großen Zuspruch, den der "Tag der offenen Tür" findet.
Fotos: Erich Zwick

Voller Konzentration "operiert" ein Besucher in der Endourolo-
gie, angeleitet von Dr. Stefan Kettner (rechts) und Oberarzt Dr.
Robert Merl.


Wenn kein Knochen gebrochen ist, macht das Anlegen eines
Gipsverbandes richtig Spaß.
NEUMARKT. Für einen Tag war das Klinikum nicht allein ein Haus der Kranken, sondern ein Haus der Freude (aber nur in dieser Wortabfolge). Alle, die wegen des "Tags der offenen Tür" das medizinische Zentrum Neumarkts und des Umlandes besuchten, kamen ohne Lampenfieber und ohne Wehwehchen und verließen es vollgepackt mit wertvollen Informationen und in der Gewißheit, dass sie im Ernstfall hier eine erste Adresse vorfinden.

"Probieren Sie selbst, endoskopisch zu operieren" bot die Chirurgische Klinik den "Hartgesottenen" an - aber keine Bange - es spritzte kein Blut; denn die "Operation" erfolgte an Medikamentenschachteln und Wattestäbchen. Obwohl sich einige Mutige ganz geschickt anstellten, sollte man den Ernstfall doch lieber dem Oberarzt Dr. Robert Merl und seinem Kollegen Dr. Stefan Kettner überlassen.

Mit weniger Nervenkitzel war das Blutdruckmessen verbunden - obwohl manche ihre Werte doch nicht so öffentlich machen wollten, wie Landrat Albert Löhner, der sonst gar nicht so zimperlich ist. Aber vielleicht hatte er zuvor eine Tasse Bohnenkaffee zu viel getrunken, als er mit Klinikvorstand Peter Weymayr, Staatssekretär Hans Spitzner, Oberbürgermeister Thomas Thumann und BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann im Freiluftcafé in der Herbstsonne eine erste Bilanz des gelungenen Tages zog.

Niemand hatte mit einem derartigen Publikumsansturm gerechnet. Die einzelnen Besichtigungsstationen waren in den sechs Stunden ständig umlagert, und die medizinischen Vorträge in der Krankenhauskapelle fanden eine überwältigende Resonanz. Die Themen waren schließlich weit gespannt: von der Behandlung von Durchblutungsstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod. Da ließen sich aber die reiferen "Herren der Schöpfung" lieber über die "Männergesundheit" auf Vordermann bringen.

Die Sorgen der Männer hatten gottlob die Kinder nicht - für sie war das höchste, sich einen Gipsverband anlegen oder sich von einer künstlerisch begabten Schwester schminken zu lassen. Da trat die Hüpfburg in den Hintergrund - allenfalls der Rettungswagen des BRK fand - wie bei jeder Generation - das gesteigerte Interesse.

"Wir wünschen Ihnen einen informativen Tag im Klinikum Neumarkt", hatte Klinikvorstand Peter Weymayr den Besuchern mit auf den Weg gegeben. Dieser Wunsch wurde mehr als erfüllt - aber ab Montag gehört das Klinikum wieder den Kranken. Aber auch die dürfen sich freuen: über ihre erstklassige Versorgung und auf ihre Genesung unter bester Obhut. So gesehen, ist das Krankenhaus auch weiterhin ein Haus der Hoffnung.
Erich Zwick
08.10.06
Neumarkt: Riesiger Besucherandrang
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