Füße gewaschen


Dompropst Johann Limbacher nahm am Gründonnerstag die Fußwaschungen vor.

NEUMARKT. Wegen der Bischofs-Vakanz führte Dompropst Johann Limbacher am Gründonnerstag die Fußwaschungen durch - auch an zwei Männern aus dem Landkreis Neumarkt. Stefan Lang aus Neumarkt und Xaver Lang aus Velburg waren als Vertreter der Dekanate Neumarkt und Velburg dafür ausgewählt worden.

"Füreinander da sein, im priesterlichen und diakonalen Dienst, in Ehe und Familie, im Beruf, in der Arbeitswelt, im Mitwirken am Aufbau unserer Gesellschaft, und im Mittun in unserer Kirche, in den Pfarreien und kirchlichen Organisationen". So lautet die Botschaft, die der Eichstätter Diözesanadministrator, Dompropst Johann Limbacher, während des abendlichen Gründonnerstagsgottesdienstes verkündete.

In der Geste der Fußwaschung kommt nach seinen Worten zum Ausdruck, worauf es im Dienst in der Kirche und der Welt ankomme: „Füreinander da zu sein, sich füreinander einzusetzen, sich nicht zu schade zu sein, kleine Dienste füreinander zu tun.“ Christus habe den Dienst der Fußwaschung am Vorabend seines Leidens und Sterbens vollzogen, um seinen engsten Vertrauten „auf ihren künftigen Lebensweg mitgeben zu können, worauf es ankommt“. Die Gläubigen forderte Limbacher auf, genau das tun, was Christus den Menschen vorgemacht hat: „So gut wir es nur können, füreinander da sein.“

Der Gründonnerstag erinnert auch an die Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl und die Stiftung des Priestertums. Deshalb bat der Eichstätter Diözesanadministrator an diesem Abend ausdrücklich um das Gebet für Priester- und Ordensberufe. Dabei ist nach seinen Worten auch das vorbildhafte Leben der Gläubigen ein entscheidender Faktor. „Je überzeugter wir unseren Glauben leben, umso mehr kann es auch junge Menschen geben, die den besonderen Weg in der Nachfolge Jesu im priesterlichen Dienst und im Ordensstand als ihre besondere Berufung erkennen.“

Die Abendmahlsfeier am Abend des Gründonnerstag gehört zu den zentralen Feiern im katholischen Kirchenjahr. Sie bildet den Auftakt der drei heiligen Tage. Das „Grün“ des Gründonnerstages hat mit der Farbe nichts zu tun, sondern leitet sich von „greinen“ (althochdeutsch für „weinen“) ab.

Diese zwölf Männern aus dem Bistum wurden für die Fußwaschung ausgewählt:
Hollinger Leonhard, Nassenfels (Dekanat Eichstätt), Beringer Andreas, Hitzhofen (Dekanat Gaimersheim), Hildebrandt Jörg, Windsbach (Dekanat Herrieden), Herzog Bruno, Heideck (Dekanat Hilpoltstein), Wilhelm Günter, Ingolstadt (Dekanat Ingolstadt), Birzer Erich, Neukirchen (Dekanat Kastl), Lang Stefan, Neumarkt (Dekanat Neumarkt), Johann Wickles, Nürnberg (Dekanat Nürnberg-Süd), Grotz Gerhard, Wendelstein (Dekanat Schwabach), Lang Xaver, Velburg (Dekanat Velburg), Uhl Franz, Pleinfeld (Dekanat Weißenburg), Meyer Georg, Wittesheim (Dekanat Wemding).
13.04.06
Neumarkt: Füße gewaschen
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