Nachwuchshandwerker geehrt


Unter den besten Nachwuchshandwerker aus ganz Ostbayern befinden sich auch Gewinner aus dem Landkreis Neumarkt
Foto: Daniel
NEUMARKT. Drei junge Männer aus dem Landkreis haben den Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Kammerebene in ihrem jeweiligen Beruf gewonnen.

Zusammen mit insgesamt 70 Nachwuchshandwerker aus ganz Ostbayern wurden jetzt der Beton- und Stahlbetonbauer Luis Rausch aus Neumarkt, der Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik Fabian Frank aus Berching und der Stuckateur Fabian Schön aus Seubersdorf ausgezeichnet.

Sie erhielten zusammen mit ihren Ausbildungsbetrieben eine Ehrenurkunde. Pandemiebedingt fand die Ehrungsveranstaltung heuer an zwei Standorten statt: Im Bildungszentrum der Handwerkskammer in Regensburg und im Rittersaal in Straubing.

„Sie sind die Generation, die die Arbeitswelt maßgeblich mit verändern wird. Sie sind die junge Generation, die das Handwerk und den Mittelstand in Zukunft entscheidend prägen werden“, sagte Gerhard Ulm, der Vizepräsident der Handwerkskammer, in seiner Laudatio bei der Feier in Regensburg. In diesem Jahr trug der Berufswettbewerb das Motto: „Wem solltest du unbedingt folgen? Deinem Ehrgeiz.“

Ob im Friseurhandwerk, in der Kfz-Mechatronik oder als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk – laut Ulm stützen sich die Erfolgsgeschichten der Gewinner auf ein Zusammenspiel von Betrieben, Lehrern und Eltern.


Der stellvertretende HWK-Hauptgeschäftsführer Hans Schmidt riet den jungen Gesellen, ihre Zielstrebigkeit zu bewahren, „dann wird Ihnen auf ihrem Karriereweg nichts im Weg stehen können“. Themen wie die Digitalisierung, Fachkräftegewinnung, Energiewende und Klimaschutz, Innovationen und Nachfolge seien – auch wegen der Corona-Krise – drängender denn je geworden, sagte Ulm. Gemeinsam müsse die Wirtschaft und die Arbeitswelt wieder auf Kurs gebracht werden.

Die Branche habe in der Krise „wieder einmal ihre Stärken bewiesen“. Die regionalen Handwerksbetriebe hätten die Nahversorgung gesichert, Arbeitsplätze erhalten und geschaffen, und seien zu jeder Zeit ausbildungsbereit geblieben. Auch deshalb werde die Fachkraft im Handwerk wieder mehr geschätzt.

Der seit 1951 durchgeführte Berufswettbewerb zählt zu den größten und traditionsreichsten in Europa. Er soll dazu dienen, die Ausbildungsleistungen in der Öffentlichkeit herauszustellen, die Berufsausbildung des Handwerks zu fördern und die hohe Qualität des dualen Ausbildungssystems in Deutschland zu unterstreichen. Um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen, mussten die Gesellen in der praktischen Prüfung mindestens die Note „Gut“ erreichen.

Nach dem Leistungswettbewerb auf Kammerebene treten die Nachwuchshandwerker gegen ihre bayerische Konkurrenz an: Die Siegerehrung findet am 29. Oktober in Augsburg statt. Die Bundessieger werden am 3. Dezember in Berlin gekürt. Deutschlandweit nehmen jährlich rund 3.000 Junghandwerker am Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks teil.
27.09.21
Neumarkt: Nachwuchshandwerker geehrt
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