Das ganze Dorf half mit


Lastwagenweise wurden von Sindlbach aus Hilfsgüter in das Katastrophengebiet geschickt

NEUMARKT. Eine spontan geplante Hilfaktion für die Flutopfer in Westdeutschland entwickelte sich in Sindlbach zu einem Riesen-Projekt.

„Und wenn wir nur ein paar Kisten mit Hilfsmittel per Post hochschicken“, hieß es bei der Sindlbacher Feuerwehr, als man kurz nach der Flutkatastrophe eine spontane Sammelaktion organisierte (neumarktonline berichtete). Und schnell bildeten sich lange Schlangen vor dem Feuerwehrhaus, wo die Hilfsmittel abgegeben werden sollten.

Kurzentschlossen beteiligten sich auch die Feuerwehren Deining, Litzlohe, Möning, Berngau, Trautsmanshofen, Rengersricht und auch Sindlbacher Dorfvereine an der Aktion. Der Andrang war schließlich so groß, dass bereits am Samstagabend keine weiteren Kleiderspenden mehr entgegengenommen werden konnten.


Die Aufnahmekapazitäten der Dorfhalle, die kurzfristig als Lagerplatz für die fertig auf Paletten kommissionierten Hilfsgüter organisiert wurde, platzte bereits zu diesem Zeitpunkt aus allen Nähten. Doch bereits am späten Abend konnten dann Hallen im Bauhof in Berg als Zwischenlager genutzt werden, die am folgenden Sonntag mit weiteren Paletten aufgefüllt wurde.

Insgesamt konnten so ohne Vorlauf innerhalb von zwei Tage über 100 Paletten mit Lebensmittel, Getränken, Hygieneartikeln, Kleidung, Spielzeug, Tiernahrung, Haushaltswaren, Koffer, Taschen, Bettwaren, Feldbetten und Schlafsäcken gefüllt werden. Die gesamten Dorfgemeinschaft, die Bauhofmitarbeiter und örtliche Firmen halfen mit. Zusätzlich trafen von Firmen, Privatleuten und Dorfvereinen Geldspenden ein, für die ebenfalls Hilfsgüter besorgt oder zentral gespendet wurden.

Bereits am Sonntagabend machte sich so der erste 40-Tonnen-Lastwagen beladen in das Katastrophengebiet auf. Drei weitere Lastwagen ein Pritschenwagen und zwei Planenanhänger folgten in der Montagnacht.

Sindlbachs KommandantAndreas Englmeier und Feuerwehr-Vorstand Paul Hartmann zeigten sich überwältigt von den zahlreichen Spendern, vor allem aber auch über die zahlreichen Helfer, die alle kurzfristig eingesprungen waren.
18.08.21
Neumarkt: Das ganze Dorf half mit
Telefon Redaktion


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