Entscheidung erst 2021


Der bereits fertiggestellten Abschnittes der B 299 zwischen Neumarkt/Süd und Sengenthal/Nord
Foto: Bauamt
NEUMARKT. Bauamt, Landratsamt und Stadt sehen beim heftigen umstrittenen Ausbau der B299 „noch keine klare Entscheidungsgrundlage“.

Nach einem Arbeitsgespräch der Baulastträger heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung allerdings auch, daß eine direkte Abstimmung mit den Bürgerinitiativen aus den Bereichen Woffenbach und Stauf „vor der Weihnachtspause nicht mehr sinnvoll“ sei.

Beim letzten Treffen wurden die zusätzlichen Untersuchungen der Maßnahme wegen der vorgebrachten Anregungen der Bürgerinitiativen behandelt, hieß es von Regensburger Bauamt, Landkreis und Stadt Neumarkt.


Diskutiert wurden dabei die zwischenzeitlich vom Planungsbüro auf der Grundlage der von den Bürgerinitiativen aus Woffenbach und Stauf vorgelegten Vorschläge und Forderungen. Die würden insbesondere die zukünftige Ausgestaltung des Anschlusses der Tyrolsberger- und Rittershofer Straße in Woffenbach mit der B 299 (Münchener Ring), den Anschluss der Kreisstraße NM 41(Freystädter Straße) in Stauf, die notwendigen Querungsmöglichkeiten für den Radverkehr und vor allem Fragen des Verkehrslärmschutzes betreffen.

Vor dem Hintergrund der kürzlich geänderten Verkehrslärmschutzverordnung des Bundes seien noch weitere Nachrechnungen erforderlich und es bestehe für die beteiligten Baulastträger „momentan noch keine klare Entscheidungsgrundlage“, heißt es in der Pressemitteilung.

Eine direkte Abstimmung mit den Bürgerinitiativen könnte wegen der unveränderten Corona-Lage auch als Telefon- oder Videokonferenz stattfinden, sei aber „vor der Weihnachtspause nicht mehr sinnvoll“.

Die Bürgerbeteiligung mit der Möglichkeit, Detailfragen„ ergebnisoffen zu diskutieren und in die Planung einzubringen“, sollten aber baldmöglich fortgeführt werden - auf jeden Fall vor der Einleitung der offiziellen Genehmigungsverfahren. Die Sorge, dass die Neumarkter Bürger vor „vollendete Tatsachen“ gestellt würden, sei damit unbegründet, hieß es.

Man nehme alle Vorschläge der Bürgerinitiativen „sehr ernst“ und lasse sie „intensiv auf ihre Realisierbarkeit prüfen“, heißt es in der Pressemitteilung von Baudirektor Berthold Schneider, Landrat Willibald Gailler und Oberbürgermeister Thomas Thumann. Oberstes Ziel bleibe aber ein verkehrsgerechter Ausbau der wichtigen Verkehrsachse zur „Vermeidung von schweren Unfällen und zur Verbesserung des Verkehrsflusses mit gefahrlosen Überholmöglichkeiten““.
02.12.20
Neumarkt: Entscheidung erst 2021
Telefon Redaktion


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