„Einnahmen so hoch wie noch nie“


„Einnahmen so hoch wie noch nie in der Stadtgeschichte“ - der Jahresabschluss der Stadt für 2019 fällt überaus positiv aus
Foto:Nürnberg Luftbild
NEUMARKT. Die für den Haushalt bedeutende Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wurde in Neumarkt um das 72fache übertroffen.

Statt der Mindestzuführung von 409.689 Euro betrug dieser Wert im Stadthaushalt des Vor-Corona-Jahres 2019 fast 30 Millionen - ein „sensationeller und sicherlich weithin einmaliger Wert“, wie der Kämmerer sagte.

„Das ist das mit Abstand höchste Einnahmeergebnis in der Stadtgeschichte Neumarkts überhaupt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann zu den nun vorliegenden Zahlen zum Jahresabschluss für das Jahr 2019. Insgesamt 116,6 Millionen Euro stehen im Verwaltungshaushalt als tatsächliche Einnahmen anstatt der im Haushaltsansatz erwarteten 98,8 Millionen Euro. „Alleine bei der Gewerbesteuereinnahme haben wir statt der 27 Millionen Euro, die wir angesetzt hatten, die sagenhafte Summe von 38,8 Millionen Euro eingenommen“. Das sind fast 44 Prozent mehr.

Auch sonst sind die Einnahmen äußerst günstig in diesem Vor-Corona-Jahr ausgefallen. Dies seien auch weithin sichtbare positive Zeichen für den Standort Neumarkt und seine Wirtschaftskraft mit erfolgreichen Unternehmen, Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben und deren engagierten Mitarbeitern, sagte Thumann.


Die für Experten besonders aussagekräftige Kennzahl eines Haushalts ist die sogenannte Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt. Hier beläuft sich die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung für den 2019er-Haushalt auf 409.689 Euro. Dabei hatte die Stadt schon bei der Aufstellung des Haushalts 13,4 Millionen Euro als Zuführung vorgesehen gehabt. „Tatsächlich aber können wir nunmehr 29,9 Millionen Euro zuführen“, so Leitender Verwaltungsdirektor Josef Graf.

Einig sind sich die Stadtverantwortlichen, dass sich anhand der Zahlen einmal mehr zeige, welche Dynamik die Stadt Neumarkt besitzt und welch hervorragende Entwicklung sie genommen hat. „Zu Beginn meiner Amtszeit lagen die Einnahmen im Bereich der Gewerbesteuer bei 13 bis 14 Millionen Euro“, erinnert sich Oberbürgermeister Thumann. Bei diesem Haushaltsabschluss des Jahres 2019 sind es immerhin 38,8 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, während es in den Jahren davor auch schon immer Beträge um 25 Millionen Euro gewesen sind.

Und auch die Einkommenssteuer bewegte sich anfangs in einem Bereich von 11 bis 12 Millionen Euro, inzwischen sind es über 25 Millionen Euro. Dies zeige, welch hervorragende Entwicklung die Stadt Neumarkt, die Firmen in Neumarkt und auch die Bürger Neumarkts hinter sich hätten.

Wegen der guten Einnahmesituation im Jahr 2019 musste auch keine Rücklagenentnahme erfolgen, wie noch bei der Aufstellung des Haushaltsplanes vor einem Jahr angenommen. Da waren für die vielen im Haushalt angenommenen Ausgaben noch 25,6 Millionen Euro Rücklagenentnahme vorgesehen gewesen. „Stattdessen können wir nun sogar rund eine Million Euro den Rücklagen zuführen“, ergänzt Raimund Tischner, der Leiter des Amtes für Finanzwesen, der den Jahresabschluss zusammengestellt hat.

Und das, obwohl sich die tatsächlichen Investitionsausgaben im Jahr 2019 auf 37,2 Millionen Euro belaufen und damit den höchsten bisher erreichten Wert darstellen. Und das seien nur die Ausgaben, die man alleine im Jahr 2019 für zum Beispiel Tiefbaumaßnahmen oder Hochbaumaßnahmen tatsächlich anhand der Rechnungen ausgegeben haben. Da in der Stadt Neumarkt noch zahlreiche große Projekte laufen, werden diese hohen Ausgaben auch in den Folgejahren zu erwarten sein.

Angesichts der noch nicht absehbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie warnen allerdings Oberbürgermeister Thumann, Leitender Verwaltungsdirektor Graf und Verwaltungsrat Tischner einen sorgsamen Umgang mit den Stadtfinanzen an. Das herausragende Einnahmenergebnis im Jahr 2019 dürfe die Politik und die Öffentlichkeit nicht dazu verleiten, euphorisch viele neue Projekte zu fordern und anzustoßen.

Vielmehr müsse geschaut werden, mit den vorhandenen Mitteln die ohnehin laufenden und damit auch zu finanzierenden Projekte wie Schlossbad, Hochschulbau und die unabdingbaren Unterhalts- und Erschließungsarbeiten abzuwickeln. Ob darüber hinaus Luft für weitere Maßnahmen ist, müsse die Zukunft zeigen. Bisher sieht es so aus, dass die Stadt Neumarkt zwar angesichts Corona mit Einnahmeverlusten in Höhe mehrerer Millionen Euro rechnen müsse, aber dank einer soliden Basis wohl mit einem „blauen Auge“ davonkomme.
23.09.20
Neumarkt: „Einnahmen so hoch wie noch nie“
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