Hohes Bußgeld droht


Ein Archiv-Bild aus Vor-Corona-Zeiten: eine Polizeistreife vor einem Straßencafe
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Wer zum Beispiel an der Supermarkt-Kasse seinem Vordermann zu stark auf die Pelle rückt muß mit 150 Euro Bußgeld rechnen. Wirte, die ihre Kunden Getränke oder Speisen vor Ort konsumieren lassen, sind mit einem Regelsatz von 5000 Euro dabei.

Das Gesundheitsministerium hat einen Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen.

Die Politik macht damit ganz offensichtlich klar, daß Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen nicht als Kavaliersdelikt behandelt werden, sondern richtig Geld kosten. In Neumarkt wurde vor wenigen Tagen ein Pizza-Bäcker dabei erwischt, bei dem mindestens ein angeblicher „togo“-Gast Speisen und ein Getränke in der Pizzeria konsumierte (wir berichteten).


Wer beispielsweise trotz des strikten Verbotes ein Krankenhaus, ein Altenheim oder eine Pflegeeinrichtung besucht, muß mit einem Bußgeld über 500 Euro rechnen.

neumarktonline-Leser können sich den neuen Bußgeldkatalog hier herunterladen.

Der Bußgeldkatalog ist zwar nicht verbindlich, er steht aber allen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern als Richtschnur zur Verfügung. Die sind für den Erlass der einschlägigen Bußgeldbescheide zuständig. Die Bayerische Polizei ist ebenfalls informiert.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml appellierten eindringlich, die Corona-Regeln unbedingt einzuhalten. "Wir alle müssen gemeinsam alles unternehmen, um das gefährliche Coronavirus bestmöglich einzudämmen", sagte Huml. An die Unbelehrbaren richtete Herrmann die klare Botschaft: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die Bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken."

Beide stellten klar, dass es nicht darum geht, Bürger zu kriminalisieren. "Aber jeder muss verstehen, dass es beim Coronavirus für viele Menschen um Leben und Tod gehen kann", sagte Huml. Deshalb sei große Vorsicht und Rücksichtnahme erforderlich, um weitere Infektionen möglichst zu vermeiden. "Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich auch vorbildlich an unsere Schutzregeln", sagte Herrmann. Es seien aber auch Leute dabei, die aus Unwissenheit oder schlimmer noch aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben verstoßen.

"Bitte suchen Sie nicht nach irgendwelchen Schlupflöchern, um beispielsweise die Ausgangsbeschränkung zu umgehen", sagte Herrmann. "Damit können Sie sich und andere gefährden. Schalten Sie bitte immer Ihren gesunden Menschenverstand ein und bleiben Sie im Zweifel zuhause".
29.03.20
Neumarkt: Hohes Bußgeld droht
Telefon Redaktion



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