„Sicherheitsgefühl erhöhen“


Mitglieder der Sicherheitswacht und der Neumarkter Polizei wurden im Rathaus empfangen
Foto: Dr. Franz Janka
NEUMARKT. Mitarbeiter der Sicherheitswacht erinnern in ihrer neuen Uniform ein bißchen an Polizisten, sind aber „weder Hilfspolizei noch Bürgerwehr“. Jetzt wurden elf der aktuell 13 Mitglieder zusammen mit Vertretern der Neumarkter Polizei im Rathaus von Oberbürgermeister Thomas Thumann empfangen.

"25 Jahre Erfolgsmodell 'Bayerische Sicherheitswacht' – das ist ein Vierteljahrhundert großartiges bürgerschaftliches Engagement für mehr Sicherheit in Bayern", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei einer Landeskonferenz in Nürnberg. In Neumarkt wurde die Sicherheitswacht 1997 ins Leben gerufen, nachdem das Bayerische Innenministerium zum Jahreswechsel davor mit dem neuen Sicherheitswachtgesetz den Weg frei gemacht hatte.

Die Mitglieder der Neumarkter Sicherheitswacht wurden begleitet von Polizeidirektor Michael Danninger und Polizeihauptkommissar Bernhard Kölbl, der die Sicherheitswacht betreut. OB Thumann wollte mit dem Empfang den Vertretern der Sicherheitswacht für ihren „segensreichen Dienst an der Allgemeinheit“ danken, mit dem sie dafür sorgten, „dass das Sicherheitsgefühl in der Stadt größer geworden ist“. Sie würden mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dazu beitragen, dass sich die Neumarkter in der Innenstadt, aber auch in den Parks und in vielen anderen Bereichen der Stadt wohler fühlen könnten.

Neumarkts Polizei-Chef Michael Danninger sagte, dass die Zahl der Verbrechen stetig zurückgehe, das Gefühl der Bedrohung und die Ängste bei den Bürgern aber größer würde. Hier sei es gut, wenn die Sicherheitswacht und die Polizeibeamten Präsenz zeigten.


Die Sicherheitswacht sei aus Sicht der Polizei in dieser Hinsicht eine gute Ergänzung, denn durch sie würden Bereiche abgegangen und betreut, für die nicht immer ausreichend Kapazitäten bei der Polizei vorhanden wären.

Ins Rathaus gekommen waren die Vertreter der Sicherheitswacht in den neuen Uniformjacken, die analog zu den neuen Polizeijacken gestaltet sind. Auch dies sorge dafür, dass die Bürger den Eindruck erhalten, dass die Sicherheitskräfte im öffentlichen Raum unterwegs sind und im Notfall auch tätig werden können.

Die Befugnisse der Mitarbeiter von Sicherheitswachten sind übrigens nicht etwa mit Polizeibeamten zu vergleichen. Die Sicherheitswacht soll vor allem durch sichtbare Präsenz das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung erhöhen und helfen, Straftaten und Ordnungsstörungen vorzubeugen. Die Mitglieder stehen mit einem digitalen Handfunksprechgerät in Kontakt mit der Polizei, tragen beispielsweise ein Erste-Hilfe-Set mit sich, aber auch - zur Eigensicherung - ein Reizstoffsprühgerät.

Bei den Streifengängen komme es schon zu einzelnen Diskussionen und auch mal lauten Worten, erzählten Mitglieder der Neumarkter Sicherheitswacht im Rathaus. Es sei aber auch so, dass die meisten Bürger ihre Arbeit schätzen und ihnen positiv gegenüberstehen.

Schon im Jahr 1995 war in der Stadt Neumarkt der Gedanke aufgekommen, eine Sicherheitswacht ins Leben zu rufen. Damals gab es in der Bevölkerung und im Stadtrat aber durchaus auch kritische Stimmen. Trotzdem hatte der Stadtrat dann am 25. Juli 1996 die Einrichtung begrüßt und die Polizeiinspektion Neumarkt gebeten, eine Sicherheitswacht einzurichten.

Das Bayerische Innenministerium hatte dann mit dem neuen Sicherheitswachtgesetz zum 31.Dezember 1996 den Weg dafür frei gemacht. Start war dann in Neumarkt im Mai 1997 mit zehn Mitgliedern.
14.02.20
Neumarkt: „Sicherheitsgefühl erhöhen“
Telefon Redaktion


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