20 Tonnen Fisch tot


Tonennweise treiben tote Fische an der Wasseroberfläche
Foto: Polizei
NEUMARKT. In einem von der Lauterach gespeisten Fischweiher bei Kastl sind etwa 20 Tonnen verkaufsfertige Zuchtforellen verendet.

In den von Lauterhofen im Landkreis Neumarkt in Richtung Kastl (bis 1972 Landkreis Neumarkt; jetzt Landkreis Amberg-Sulzbach) fließende Bach wurde nach Überzeugung der Polizei eine „noch unbekannte Substanz“ eingebracht, die das Massensterben auslöste.


Am Dienstagmorgen meldete ein örtlicher Fischmeister tote Fische in seinen Zuchtbecken. Weitere tote Fische trieben in der Lauterach.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Amberg geführt werden, steht der Verursacher noch nicht fest. Mitarbeiter des zuständigen Wasserwirtschaftsamts Weiden nahmen am Unglücksort zahlreiche Wasser- und Fischproben und bestätigten nur ein lokales Fischsterben im Bereich von etwa einen Kilometer um den Unglücksort herum.

Die örtliche Kläranlage der Gemeinde Kastl zeigte keine Auffälligkeiten. In den angrenzenden Felder wurde im relevanten Zeitraum keine Gülle ausgebracht, die solch ein Fischsterben möglicherweise hätte verursachen können.

Mit einem Ergebnis der Laboruntersuchungen ist frühestens in vier Tagen zu rechnen. Sollte kein Verursacher ausgemacht werden können, wird der Teichwirt auf dem wirtschaftlichen Schaden von mindestens 100.000 Euro sitzen bleiben.
24.09.19
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