Als „Kompetenzzentrum“ zertifiziert


Prof. Dr. med. Bettina M. Rau und Vorstand Peter Weymayr mit der Urkunde
Foto: Schwindl
NEUMARKT. Die Chirurgische Klinik am Neumarkter Klinikum wurde jetzt zum „Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie“ durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert.

Seit der Übernahme der Abteilung durch Prof. Dr. med. Bettina M. Rau im Januar 2017 wurde der Anteil der minimalinvasiven Eingriffe, der sogenannte „Schlüsselloch-Chirurgie“, deutlich ausgebaut, hieß es. Neben der kleinen Chirurgie bei Leistenhernien, Gallensteinen und Blinddarmentzündungen werden seither auch gut- und bösartige Erkrankungen des gesamten Dickdarmes (Colon- und Rectumkarzinome) sowie des Magens und der Speiseröhre - wenn immer möglich – in minimalinvasiver Technik operiert. Auch limitierte Operationen an der Leber und der linksseitigen Bauchspeicheldrüse lassen sich häufig in dieser Technik durchführen.


Die Zertifizierung zum „Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie“ unterliegt strengen Qualitätskriterien, die sich an der Menge und dem Ergebnis der durchgeführten Operationen orientieren. Mittlerweile werden rund 80 Prozent der geplanten Operationen am Dickdarm und 70 Prozent der Operationen an Magen und Speiseröhre in Neumarkt minimalinvasiv operiert, auch Wiederholungseingriffe an offen voroperierten Patienten lassen sich in über der Hälfte der Fälle in dieser Technik versorgen.

Im Rahmen des Zertifizierungsaudit wurde die chirurgische Kompetenz der verantwortlichen Ärzteschaft, die geforderte Menge der Eingriffe, die Ergebnisqualität, die technische Ausstattung der OP-Säle sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Nachbardisziplinen eingehend beleuchtet und hat den Anforderungen vollumfänglich entsprochen, hieß es bei der Zertifikats-Übergabe.

Das Team der zertifizierten Hauptoperateure setzt sich aus Prof. Dr. Bettina Rau und den Oberärzten Dr. Julia Gumpp und Wladimir Patalakh zusammen, die bei allen komplexeren minimalinvasiven Eingriffen als Operateure oder als Assistenz anwesend sind. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen in laparoskopischen OP-Techniken seien in der Abteilung für alle Mitarbeiter fest eingeplant. Seit Mai 2019 stehe auch ein eigener Laparoskopietrainer zur Verfügung, an dem die Assistenzärzte die Basistechniken der minimalinvasiven Chirurgie üben können, bevor es im richtigen OP an den Patienten geht, sagte Rau.

Obwohl heute rein technisch nur wenige Grenzen für die minimalinvasive Chirurgie bestehen, eignet sich nicht jedes Krankheitsbild und jeder Patient für diese Art des Eingriffs. Daher ist es unumgänglich, mit jedem Patienten die genaue OP-Technik individuell festzulegen und zu besprechen. Auch heute noch existieren eine ganze Reihe von Operationen, bei denen ein offenes Vorgehen eindeutig die bessere Wahl darstellt.
28.07.19
Neumarkt: Als „Kompetenzzentrum“ zertifiziert
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