Heuer gleich vier Jubiläen


Das alte Gebäude der Stadtwerke

NEUMARKT. Die Neumarkter Stromversorgung wird heuer 95 Jahre alt, die Wasserversorgung 125, die Gasversorgung 130 Jahre und die Stadtwerke werden 80.

Darauf will das Unternehmen in den kommenden Wochen und Monaten aufmerksam machen.

Wichtig sei es, den Menschen in Neumarkt und Umgebung zu verdeutlichen, dass die qualitativ hochwertige Belieferung mit Gas, Wasser, Strom und Wärme keine Selbstverständlichkeit sei. „Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten die Neumarkter ihr Wasser noch aus Brunnen schöpfen und ihre Häuser ausschließlich mit Feuerholz warmhalten“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer.

Die Wurzeln der Gasversorgung reichen bis ins Jahr 1889 zurück. Die Stadtväter hatten damals allerdings noch nicht das Ziel, Wärme in die Wohnhäuser zu bringen. Vielmehr ging es darum, die Straßenbeleuchtung zu verbessern. Straßenlaternen hatte es zwar schon seit 1830 gegeben, sie wurden allerdings mit Schweineschmalz betrieben und spendeten nur recht spärliches Licht. Die Umstellung auf Gas versprach einen enormen Fortschritt. So wurde schließlich der Bau eines Neumarkter Gaswerks beschlossen. Am 16. September 1889 brannten zum ersten Mal 91 Gaslaternen in der Stadt. Es sollte weitere 35 Jahre dauern, bis die ersten Gaslaternen wieder abgelöst wurden – und zwar von Elektrolampen.


Am 23. August 1924 ging in Neumarkt das erste Niederspannungsortsnetz in Betrieb. Von da an wurde die Elektrizität für die Stadt immer wichtiger - nicht nur im Bereich der Straßenbeleuchtung. Maschinen aller Art konnten mithilfe von Strom kinderleicht betrieben werden. So verlangten immer mehr Privathaushalte, Industrie und Gewerbebetreibe nach einer Anbindung ans neu entstehende Stromnetz.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Grundstock der heutigen Wasserversorgung gelegt. 1894 wurde das Wasserwerk mit dem Gaswerk zum „Städtischen Gas- und Wasserwerk“ zusammengeführt. 45 Jahre später kam auch das Elektrizitätswerk dazu. „Das war die Geburtsstunde der Stadtwerke Neumarkt“, sagte Kinzkofer. „Und seitdem haben wir unsere Versorgungstätigkeiten für die Menschen in Neumarkt immer weiter ausgebaut.“

Heute kümmern sich die Stadtwerke Neumarkt nicht nur um die Versorgung von 22.000 Haushalten mit Strom, Gas, Wasser und Wärme. Der lokale Versorger baut vor Ort auch das Glasfasernetz aus und will den Neumarktern damit High-Speed-Internet nach Hause bringen.

Der Stadtbus und das Neumarkter Freibad werden ebenfalls von den Stadtwerken betrieben. Das Bad wird derzeit ausgebaut und soll unter dem Namen „Schlossbad“ ab 2020 ganzjährig Sport-, Spaß- und Wellnessangebote bieten.

Im Winter ermöglichen die Stadtwerke mit ihrer mobilen Kunsteislaufanlage das Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen auf dem Volksfestplatz. Mit 868 eigenen zentralen Parkplätzen in den Parkhäusern Rosengasse und Ringstraße sowie in der Tiefgarage am Residenzplatz, würden sie außerdem einen großen Beitrag zur Parkraumbewirtschaftung der Stad leisten.

In einer nicht ganz nachzuvollziehenden Marketing-Maßnahme haben die Stadtwerke übrigens die Jubiläen schlicht zusammengezählt und sind auf 430 Jahre gekommen. Mit dieser Zahl will das Unternehmen in den nächsten Wochen werben.


Bei den Stadtwerken zählt man einfach die ganzen Jubiläen zusammen und feiert die Zahl 430
26.07.19
Neumarkt: Heuer gleich vier Jubiläen
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