Zweckverband blitzt mit

NEUMARKT. Jetzt wird es ernst auf Neumarkts Straßen: denn künftig sollen auch hier Nicht-Polizisten die Radarpistole schwingen.

„Ab sofort“ werden in Neumarkt Mitarbeiter des Zweckverbands kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz das Tempo von Fahrzeugen in Neumarkt überwachen, hieß es aus dem Rathaus. Möglich wurde das gemacht, weil die Stadt zum jahresbeginn offiziell Mitglied des Zweckverbandes wurde. Der Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung im September dafür ausgesprochen, daß auch Nicht-Polizisten im Stadtgebiet blitzen dürfen (wir berichteten mehrfach).

Freilich soll der Zweckverband nicht in erster Linie abkassieren und damit indirekt das Stadtsäckel füllen, wird im Rathaus versichert. Vielmehr sollen die neuen Blitzer helfen, „die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Brennpunkte mit zu hohen Geschwindigkeiten zu entschärfen“, sagte Oberbürgermeister Thumann.

Ernst wird es auf jeden Fall für Neumarkter Autofahrer, die manchmal etwas zu stark auf dem Gaspedal stehen. Deshalb hat die Stadt bereits an mehrerer Stellen der Stadt Banner aufgehängt die an neuralgischen Stellen auf die zu erwartenden Radarfallen aufmerksam machen: so am Kurt-Romstöck-Ring, in der Nürnberger Straße, in der Regensburger Straße, in der Altdorfer Straße und in der Badstraße.




Man wolle die neuen Überwachungsmaßnahmen „gezielt dort einsetzen, wo wir Bürgerbeschwerden erhalten und auch dort, wo wir aus unserer Erfahrung wissen, dass es zu vermehrten Übertretungen und Gefährdungslagen kommt“, sagte der Oberbürgermeister. Die Stadt Neumarkt habe dazu dem Zweckverband eine Liste mit 50 Punkten übergeben, „wo Tempokontrollen angebracht sind“. Wann die Kontrollen erfolgen, legt der Zweckverband übrigens selbst fest. Derzeit hat die Stadt dafür ein Kontingent von 50 Stunden im Monat beauftragt. Nach einer gewissen Zeit soll überprüft werden, ob das Kontingent ausreichend ist oder erhöht werden soll.

Für die Geschwindigkeitsüberwachung muss die Stadt dem Zweckverband die Kosten pro Stunde ersetzen. Dafür werden die eingenommenen Verwarnungs- und Bußgelder an die Stadt Neumarkt weitergeleitet.

„Eine Aussage darüber, ob sich die Verkehrsüberwachung trägt, wird erst am Jahresende möglich sein“, hieß es offenbar Ernst gemeint aus dem Rathaus.
24.01.19
Neumarkt: Zweckverband blitzt mit
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