Jugendliche an der "Wahl"-Urne


Beim Kreisjugendring macht man Werbung für die U18-Wahl

NEUMARKT. 36,9 Prozent für die CSU und 22,4 Prozent für die Grünen - so hätten vor einem Jahr junge Neumarkter gewählt.

Das war das Ergebnis bei der vom Kreisjugendring außer Konkurrenz durchgeführten U18-Bundestagswahl. Kinder und Jugendliche dürfen auch heuer wieder eine gute Woche vor der - echten - Landtagswahl an die Urne.

Wie bei den seit 1996 immer wieder durchgeführten Abstimmungen für Jugendliche und Kinder hat die "U18-Landtagswahl auch heuer einen kleinen, aber entscheidenden Haken: sie hat keinerlei Auswirkungen in der realen Politik - außer, daß die politischen Parteien einen kleinen Ausblick erhalten, was in den kommenden Jahren und Jahrzehnten passieren könnte - wenn die jungen Leute tatsächlich wahlberechtigt sein.


Weitere Ergebnisse bei der "Bundestags-Wahl" für Jugendliche im letzten Jahr: die SPD kam auf 13,1 Prozent, die FDP auf 6,1 Prozent, auf die Linke entfielen 5,5 Prozent der Stimmen und auf eine "Partei Mensch Umwelt Tierschutz" 5,2 Prozent. 734 Kinder und Jugendliche gingen damals übrigens zur "Wahl"

Weil im Leitbild des Kreisjugendrings auch steht "Wir sind politisch" will man auch heuer wieder das Gemeinschaftsprojekt U18 in Kooperation mit dem Ostendorfer Gymnasium, der DGB-Jugend und der evangelischen Jugend in der Mensa der Schule durchführen.

U18-Wahlen werden seit dem ersten Mal im Jahr 1996 immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin abgehalten. Demnach ist der Termin im Vorfeld zur diesjährigen Landtags- und Bezirkstagswahl auf den 5. Oktober datiert.

Für die Veranstalter handelt es sich um ein "realitätsnahes Projekt der politischen Bildung". Man setzte sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren "symbolisch wählen" gehen und sich damit "politisch laut und sichtbar ausdrücken und direkt erfahren, wie Demokratie funktioniert".

Für Kinder und Jugendliche seien zum Beispiel schulpolitische Themen wie die verschiedenen Schulsysteme der Bundesländer oder das G8 und das G9 relevant, hieß es. Aber auch Themen der Umweltpolitik wären für Jugendliche von großer Bedeutung, „denn wir sind es, die noch länger als die meisten Erwachsenen auf dieser Erde leben möchten“, sagte nach Angaben des Kreisjugendrings ein Schüler des Ostendorfer Gymnasiums.

Weil die "Wahl" trotz fehlender Auswirkungen so realistisch wie möglich sein soll, wird sogar "Wahlkampf" betrieben: Damit sich die Jugendlichen hautnah mit Politik beschäftigen können, organisieren die Schüler und Lehrer des Ostendorfer Gymnasiums am 2. Oktober eine Podiumsdiskussion mit - echten - Jungpolitikern verschiedener Parteien, die sich den Fragen der Jugendlichen stellen und den Standpunkt ihrer Partei darstellen können. Die Diskussion soll von Schülern moderiert werden.

Wahllokale sind voraussichtlich in der Mensa der Gymnasien und der Knabenrealschule in Neumarkt, in Schule und Jugendtreff Deining, in den Jugendtreffs in Berngau, Postbauer Heng und Pyrbaum und im Parsberger Rathaus.
19.09.18
Neumarkt: Jugendliche an der "Wahl"-Urne
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