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ISSN 1614-2853
5. Jahrgang

Bundesvorsitzende aus Neumarkt

NEUMARKT.(ots) Magdalena Bogner (57) aus Neumarkt, seit 1997 Präsidentin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), ist in Mainz mit großer Mehrheit der Bundesversammlung zur neuen Bundesvorsitzenden des Verbandes gewählt worden.

Nach mehrjährigen Struktur- und Satzungsänderungen wurde das bisherige kfd-Präsidium jetzt durch einen Bundesvorstand ersetzt. Als neue Stellvertreterinnen der Bundesvorsitzenden wählte die vom 4. bis 7. Mai in Mainz tagende Versammlung Eva-Maria Erbskorn (66), Bebra und Ute Schröder (57), Kaarst Gewählt wurden zudem als Geistliche Begleiterin/Leiterin Andrea Kett (39), Aachen und als Bundespräses Dominik Kitta (51), Praemonstratenser-Pater aus Duisburg-Hamborn.

In den neuen erweiterten Bundesvorstand wählten die rund 100 Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet Gudrun Book-Schönau (53), Stade Christa Kaluza (59), Dresden, Irmentraud Kobusch (57) Bochum und Anna-Maria Mette (56) Arnsberg. Darüber hinaus gehört zum erweiterten Bundesvorstand die Vorsitzende der kfd-Berufstätige Frauen, Ingrid Müller (50), Trier.

Scharf verurteilt hat die Bundesversammlung "jede Form des Menschenhandels und der Ausbeutung von Frauen, Männern und Kindern mit ungesichertem Aufenthaltsstatus." In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung heißt es dazu: "Die kfd stellt fest, dass die große Nachfrage nach billigen käuflichen sexuellen Dienstleistungen ein Skandal ist. Und sie missbilligt, das wachsende Problem der Versorgung von Pflegebedürftigen und Kindern in privaten Haushalten stillschweigend durch Schwarzarbeit von Migrantinnen lösen zu wollen." Nur transparente, legale Reisemöglichkeiten, auch zur Arbeitsaufnahme, könnten Menschenhandel und Ausbeutung verhindern.

Die Bundesregierung wird von der kfd aufgefordert, entsprechende Möglichkeiten zu schaffen. Auch die Vermittlung von Aupairs, eine der wenigen legalen Einreisemöglichkeiten für junge Frauen, müsse an klar definierte Qualitätsstandards gebunden werden.

Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus in der BRD leben, sollten Zugang zur elementaren Gesundheitsversorgung erhalten und Kinder zur Schule gehen können. Opfern von Menschenhandel müsste mindestens befristet Aufenthalt gewährt werden. Die Bundesländer sollten zudem die dazu im Zuwanderungsgesetz vorgesehenen Integrationshilfen leisten.