400.000 Euro für Wallfahrtskirche
NEUMARKT.
400.000 Euro hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel für die Katholische Wallfahrtskirche Mariä Namen in Trautmannshofen aus dem Entschädigungsfonds für die Denkmalpflege bewilligt. Die Mittel dienen der Sicherung des Denkmals.
Trautmannshofen, südlich des Marktes Lauterhofen gelegen, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Marienwallfahrten der Oberpfalz. Schon 1382 befand sich an gleicher Stelle ein mittelalterlicher Vorgängerbau, der in den Hussitenkriegen und durch Brand schwer beschädigt wurde. Im Zuge der Rekatholisierung der Oberpfalz wurde ab 1655 mit einem neuen Kirchenbau begonnen, der allerdings 1686 wieder abgebrochen und nach einem neuen Plan von Leonhard Dientzenhofer - einem der bedeutendsten Barockbaumeister der Region - neu errichtet wurde.
Der Innenraum hebt sich durch seine prächtige Raumschale und durch die qualitätvolle Ausstattung deutlich vom schlichten äußeren Erscheinungsbild ab. Die Deckenfresken und die Altarblätter von 1760 mit marianischem Bildprogramm stammen von Joh. Mich. Wild, Amberg. Die kulturelle Bedeutung der Kirche reicht weit über die Region hinaus.