NEUMARKT.
Als ein "gutes Jahr" hat Oberbürgermeister Alois Karl bei der Vorstellung der Jahresstatistik des Hochbauamtes das Jahr 2004 bezeichnet.
"Wir haben im Hochbau ein deutliches Zeichen gesetzt und insgesamt über 18 Millionen Euro investiert. Erfreulich war, dass wie schon in den letzten Jahren auch der Schulhausbau dabei eine führende Position eingenommen hat", erklärte Karl.
Mit dem Umbau, der Erweiterung und der Sanierung der Hauptschule Weinbergerstraße für 7,3 Millionen Euro habe man das größte Hochbauprojekt im Jahr 2004 ins Werk gesetzt. Mit der Gesamtsumme von über 37 Millionen Euro seit 1990 für Neumarkter Schulhausbauten demonstriere man eindrucksvoll, "welch großen Beitrag wir für die Bildung unserer Kinder leisten."
Neben der Hauptschule Weinbergerstraße hat die Stadt 2004 einige weitere große Hochbauprojekte angepackt. So wurde der Wohnpark Johannesviertel fertig gestellt. "Dies ist die größte Wohnbaumaßnahme im Rahmen der Altstadtsanierung, die wir bisher in unserer Stadt durchgeführt haben", sagte Oberbürgermeister Karl. Für 4,7 Millionen Euro hat die Stadt erstmals ein ganzes Wohnquartier mit sechs Stadthäusern und vier Mehrfamilienhäusern errichtet. Insgesamt sind in der neuen Anlage 26 Wohneinheiten entstanden. Außerdem wurden eine Tiefgarage mit 32 Stellplätzen und ein grüner Innenhof geschaffen.
Eingeweiht wurde 2004 ein weiterer wichtiger Meilenstein der Altstadtsanierung. Für 1,1 Millionen Euro hatte die Stadt das "Alte Spital" saniert und eine zeitgemäße Wohnanlage mit zehn Wohnungen geschaffen. Auch das Museum Lothar Fischer mit 2,6 Millionen Euro Bausumme, das Park-Café und das Stadtmuseum waren wichtige Hochbauprojekte 2004. Beim Stadtmuseum hat die Stadt 1,5 Millionen Euro investiert und einen neuen Eingangsbereich mit einem benutzerfreundlichen Foyer sowie weiteren Schauräumen gestaltet.
Mit einem Aufwand von rund 100.000 Euro wurde der Schnapsmeier renoviert und zum Bürgerhaus umgestaltet. Dort hat nun die Freiwilligenagentur ihren Sitz. Auch die Fäden für die Agenda 21 und die Soziale Stadt laufen im Bürgerhaus zusammen. In der Musikschule hat die Stadt im Jahr 2004 für 120.000 Euro Brandschutzmaßnahmen durchgeführt und für die Feuerwehr Woffenbach den Schulungsraum umgebaut.
Auch 2005 will die Stadt im Hochbau aktiv sein. Derzeit läuft die Sanierung des "historisch wohl einmaligen Schreiberhauses, des ältesten Bürgerhauses der Stadt", erinnert Oberbürgermeister Karl an eine weitere kulturell und stadtgeschichtlich bedeutsame Maßnahme. "Insgesamt werden wir dort 950.000 Euro investieren, wobei wir mehr als die Hälfte aus dieser Summe als Zuschüsse erwarten. Wir wollen so eine einmalige historische Bausubstanz für die Nachwelt erhalten und das Gebäude gleichzeitig einer sinnvollen Nutzung zuführen. Das einzige Bürgerhaus der Stadt, das viele Jahrhunderte und viele Kriege überstanden hat, verdient zweifellos unser Augenmerk." Noch heuer sollen die Arbeiten dort abgeschlossen sein.
Auch eine weitere Quartiersbebauung zwischen der Türmergasse und der Kolpingstraße steht im Rahmen der Altstadtsanierung an. Sie soll in Angriff genommen werden, sobald das Projekt Wohnpark Johannesviertel mit Abfinanzierung und Abverkauf abgewickelt ist.
Auch die Stadthalle soll weiter voran gebracht werden. Vier von Oberbürgermeister Karl initiierte Arbeitsgruppen befassen sich derzeit mit dem Projekt. Dabei werden wirtschaftliche, künstlerische, baulich-energetische und verkehrstechnische Überlegungen angestellt, die in die weiteren Planungen einfließen sollen. Sie werden ihre Zwischenergebnisse in der nächsten Stadtratssitzung am 3.März vorstellen. Auch die Planungen für das Haus der Jugend gehen weiter und im September 2005 soll der erste Spatenstich dafür erfolgen.