Kliniken werden eine GmbHNEUMARKT. Das Klinikum Neumarkt und die Kreiskrankenhaus Parsberg sollen in eine GmbH umgewandelt werden, wenn der Kreistag zustimmt. Landrat Albert Löhner und Geschäftsführer Peter Weymayr bestätigten bei einem Presse-Gespräch am Freitag einen Bericht von neumarktonline vom Donnerstag.
Nach einem guten Vierteljahr intensiver Arbeit liegt nun die Strukturanalyse für die Zukunft des Klinikums Neumarkt und des Kreiskrankenhauses Parsberg vor. Nach dem Kreistag und den Bediensteten präsentierten nun Landrat Albert Löhner und Geschäftsführer Peter Weymayr die Ergebnisse am Freitag im Landratsamt auch der Öffentlichkeit. Die vom Landkreis seit 1. August 2003 mit der Betriebsführung beauftragte Gesellschaft für Innovatives Klinikmanagement - kurz IKM - hat die Häuser in Neumarkt und Parsberg auf Stärken und Schwächen abgeklopft und daraus konkrete Handlungsstrategien entwickelt. Als zentrale Ergebnisse dieser Analyse wurden festgehalten, dass sich das Klinikum Neumarkt in einem schwierigen wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Umfeld bisher vergleichsweise gut behauptet hat, aber sowohl im medizinischen als auch im wirtschaftlichen Bereich auch Optimierungsbedarf besteht. Konkret genannt und empfohlen wird dabei eine Ausweitung des medizinischen Angebotes in Bereichen, die für die Versorgung der örtlichen Bevölkerung wichtig sind, wie etwa bei der Endoprothetik, bei der Kardiologie und Neurologie. Dringend erforderlich sind auch die Errichtung von Möglichkeiten zum ambulanten Operieren und zur Verzahnung von stationären und ambulanten Angeboten zur integrierten Versorgung. Dazu zählt vor allem der Vorschlag zur Errichtung eines Fachzentrums beim Klinikum Neumarkt. Erhalten und gestärkt werden soll auch das Krankenhaus Parsberg durch eine weitere Verzahnung mit den niedergelassenen Ärzten und zusätzliche medizinische Angebote. "Diese notwendige Ausweitung des medizinischen Angebotes kostet allerdings zunächst erst einmal Geld", machten Landrat Löhner und Geschäftsführer Peter Weymayr deutlich. Deshalb sei es neben der Verbesserung der Erlössituation, die ohnehin voraussichtlich erst ab 2005 möglich sei, dringend notwendig, noch wirtschaftlicher als bisher zu arbeiten. Eine umfassende Organisationsverbesserung mit einem durchgängigen Qualitätsmanagementprozess in allen Bereichen gehören als Vorschläge ebenso dazu wie die Gründung von Servicegesellschaften mit Ausgründung der Bereiche, die nicht direkt mit der Patientenversorgung zu tun haben. Um dies zu ermöglichen, ist es notwendig, die Betriebsform des Klinikums vom Eigenbetrieb hin in eine GmbH zu verändern. Allerdings mit dem Landkreis als hundertprozentigen Gesellschafter und ohne Privatisierung des Hauses, wie der Landkreischef ausdrücklich betonte. Auch die jetzt tätigen Mitarbeiter des Klinikums sollen sich tariflich nicht verschlechtern, sondern weiterhin nach BAT beschäftigt werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen in den nächsten Wochen in den Fraktionen des Kreistages beraten werden. Der Krankenhausausschuss wird dann über konkrete Vorlagen im Januar und Februar zu entscheiden haben. Dabei sollen ein konkreter GmbH-Satzungsentwurf sowie die vertraglichen Regelungen mit geeigneten Fachleuten intensiv erörtert und beraten Werden, bevor dann der Kreistag eine abschließende Entscheidung trifft. "Wir werden jetzt alle notwendigen o.g. Maßnahmen mit allen Beteiligten, vor allem auch des Klinikums, intensiv vorbereiten und dann im Frühjahr entscheiden. So können wir die Zukunft unserer Häuser in Neumarkt und Parsberg auf sichere Beine stellen", gaben sich der Landrat und der Klinikgeschäftsführer trotz des schwierigen gesundheitspolitischen Umfeldes sehr optimistisch. Erstellt am
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