Lösungen für künftige Entwicklung

NEUMARKT.Der Landkreis Neumarkt, die Kreisverband des bayerischen Gemeindetags und die Regina GmbH, deren Vertreter auch moderierte, waren Veranstalter eines Workshops zur künftigen Gemeindeentwicklung im Landkreis. Hintergrund sind die Entwicklungsprobleme der größeren Gemeinden und Städte im Landkreis. Gebäudeleerstand, fehlende Geschäfte und die Abwanderung junger Menschen – mit diesen und einer Reihe anderer Probleme sind die Kommunen im Landkreis Neumarkt konfrontiert.

Langfristig kommt der demografische Wandel und damit die Zunahme an Senioren dazu. Ziel des Workshops war es deshalb, Möglichkeiten für die Gemeinden auszuloten, die Probleme mittel- und langfristig anzugehen und zu lösen.

Architekt Michael Kühnlein berichtete von seinen Erfahrungen mit den Planungsproblemen der Kernorte im Landkreis. Nach seiner Aussage müssten Planungen flexibler angegangen werden. Dabei spiele die Beteiligung der Leute eine wichtige Rolle. Kühnlein forderte ein Miteinander der an Planungen befassten Institutionen und Personen und wünschte sich, dass Architekten „überzeugte Regionalisten“ sein müssten. In der anschließenden Diskussion wurden die Probleme der Kernorte im Landkreis deutlich.

Die Bürgermeister sahen die Schwierigkeiten für die Ortsentwicklung demnach nicht nur in der Abwanderung junger Leute in die großen Städte, sondern auch in den verschwindenden Nahversorgungsstrukturen durch das Abwandern oder Schließen von Läden, bei gleichzeitiger Zunahme von Billiganbietern an den Gemeinderändern. Schwierig seien oft auch unrealistische Preiserwartungen von Eigentümern, die ihre Gebäude den Gemeinden für gemeindliche Nutzung verkaufen könnten.

Landrat Albert Löhner betonte die Wichtigkeit einer „informellen“ Planung. Damit ist im Unterschied zur üblichen Fachplanung von Behörden die Beteiligung der Bürger und anderer Akteure an der gemeindlichen Planung gemeint. Löhner forderte außerdem, vorhandene staatliche Programme in der richtigen Weise für die Gemeindeentwicklung zu nutzen.

Auf der Suche nach Lösungsvorschlägen für die angerissenen Probleme wurden von den Teilnehmern des Workshops eine Reihe von Vorschlägen gemacht: Die Erstellung ganzheitlicher gemeindlicher Entwicklungskonzepte mit Bürgerbeteiligung wurde ebenso genannt, wie die Intensivierung des Austauschs zwischen den Kommunen und Vertretern aus dem Wirtschaftsbereich. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden wurde ebenfalls angeregt, wie eine projektbezogene Arbeit in Agenda-21-Prozessen. Im Frühjahr wird sich in einem weiteren Workshop der Problematik der Dörfer und Ortsteile angenommen.

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