"Fränggische Äbboridschines"
NEUMARKT/OBERWEILING. „ä fränggischä äbboridschines-ohmd mid haiku & diddschäridduu“ steht auf dem Programm, wenn am kommenden Samstag der Nürnberger Mundartdichter Fitzgerald Kusz in der Kneipenbühne aus seinen neuesten Werken liest.
Der Nürnberger Kusz ist seit 1982 freier Schriftsteller. Dem PEN-Mitglied und Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller wurden außer dem Bundesverdienstkreuz (1992) viele weitere Preise verliehen. Unter den Buchpublikationen dürfte „Schweig Bub“ sein populärstes Werk sein, ein Theaterstück, von dem es auch eine Fernsehfassung mit Thilo Prückner gibt. Darüber hinaus hat er zahllose weitere Bücher veröffentlicht.
Die meisten seiner Theaterstücke zwischen 1976 und 2003 wurden realisiert, unter den Fernseh- und Kinofilmen, deren Drehbücher Kusz schrieb, ist neben dem bewegenden Heimatfilm "Gudrun" (Regie Hans W. Geissendörfer) die witzige Parabel "Himmelsheim" und die Feuerwehrserie "Florian III" erwähnenswert. Außerdem gibt es viele Hörspiele und zwei CDs.
Kusz, der den Franken ganz genau aufs Maul schaut respektive hört, ist spezialisiert auf "fränkische Haikus", mit denen er seine Lesung in Oberweiling hauptsächlich bestreiten wird.
Golly, den mit Kusz die gemeinsame hochgelobte CD-Produktion "fläiß fluß" verbindet, wird an Altsaxophon und Gitarre zusammen mit der Didgeridoospielerin und Australienkennerin Kristin Bächtle für die musikalischen Intermezzi sorgen.
Zuletzt spielte der international bekannte Gitarrenvirtuose Stefan Grasse in O'wei.. Musik von Isaac Albeniz, Francisco Tarrega, Heitor Villa-Lobos, Baden Powell und eigene Kompositionen standen auf dem Programm, durch das der charismatische Musiker mit kleinen Beschreibungen, Erklärungen und Geschichten führte, der auch auf diese Weise den anspruchsvollen Konzertabend zu einem Erlebnis werden ließ. Was Grasse allerdings seiner Gitarre an Klängen, Läufen, Grooves und Dynamik, entlockte, war in seiner Technik und Präzision brillant, ob das nun ein leidenschaftlicher Flamenco war, eine ländliche südamerikanische Szene oder ein minimalistisches Echostück à la Steve Reich: einfach phantastisch!
Erstellt am
(Seitenanfang)
|
Schreiben Sie uns !
E-Mail-Kontakt
|