"Der Park ist das Kapital für die Stadthalle"

NEUMARKT. Unmittelbar nach der Veröffentlichung des
Berichts über die Pressekonferenz des Bundes Naturschutz in neumarktonline am Donnerstag-Mittag wies Oberbürgermeister Alois Karl die Behauptung zurück, die planenden Architekten hätten keine Unterlagen über den Baumbestand im Stadtpark erhalten.

Die Presse-Mitteilung der Stadt im Wortlaut:
Oberbürgermeister Alois Karl hat noch einmal betont, dass entgegen der Darstellung von BI und Bund Naturschutz der Stadtpark nicht zerstört oder massiv geschädigt wird. "Der Park ist das Kapital für die Stadthalle am Rand des Stadtparks und wir werden doch nicht so unvernünftig sein, dieses besondere Kapital zu schädigen. Wir wollen vielmehr das Gegenteil und werden den Stadtpark nicht nur erhalten, sondern ihn vergrößern und schöner gestalten. Er soll ja schließlich für die Neumarkterinnen und Neumarkter zu einem echten Erholungspark und damit zu einem Gewinn für alle werden. Denn das ist er beileibe bisher nicht, wie jeder bestätigen kann, der in der letzten Zeit im Stadtpark gewesen ist."

Im Hinblick auf die tatsächlichen Pläne der Stadt stellen sich eine ganze Reihe von Aussagen der BI und des Bund Naturschutz als unwahr heraus. Insbesondere stimmt es nicht, dass die Architekten für den Wettbewerb keinen Plan erhalten haben, der Angaben zu den Bäumen enthält. Denn bei den Wettbewerbsunterlagen befindet sich ein Vermessungsplan mit allen Baumstandorten und Höhenangaben. Den hat jeder Architekt erhalten, der sich am Wettbewerb beteiligt hat.

Auch die von Seiten der Gegner in irreführender Weise immer wieder ins Spiel gebrachten Dimensionen der Fläche entbehren jeder Grundlage. Schon seit Beginn der Planungen hat die Stadt immer darauf hingewiesen, dass durch Museum Lothar Fischer und die Stadthalle der Stadtpark nicht kleiner wird. Vielmehr wird der dadurch entstehende Eingriff von rund 1.700 Quadratmetern durch eine neugeschaffene Parkfläche auf dem nur als Übergangslösung verwendeten Parkplatz des früheren Hotel Wunder Geländes mit rund 3.200 Quadratmetern mehr als ausgeglichen. Der Stadtpark wird somit um effektiv 1.500 Quadratmeter größer. Einen Eingriff, wie ihn gar die BI mit der irreführenden Angabe der Wettbewerbsfläche von 17.100 Quadratmetern vorgaukelt, gibt es für den Bau der Stadthalle in keinster Weise. Denn die Wettbewerbsfläche ist nicht die Planungsfläche für die Stadthalle. Und von Seiten der Stadt ist klar, dass die Stadthalle an den Rand des Stadtparks gebaut wird. So werden für die Stadthalle rund 3.000 Quadratmeter Baufläche angenommen, wobei der allergrößte Teil davon gar nicht im Stadtpark liegen wird. Die Stadt hat darum auch immer klar gelegt, dass für die Stadthalle nur die Planungen in Frage kommen, die am schonendsten und optimalsten mit dem Bestand umgehen. Dies ist auch im Architektenwettbewerb so ausgedrückt.

Auch weitere Aussagen vom Bund Naturschutz und der BI dienen offensichtlich dazu, die Bürger gegen die Pläne der Stadt aufzubringen. Dazu werden Aussagen aus dem Zusammenhang herausgegriffen und Behauptungen aufgestellt, die überhaupt nichts mit den tatsächlichen Plänen der Stadt zu tun haben. Als vollkommen falsch sind Aussagen zur Einfahrt für die Tiefgarage anzusehen. Offensichtlich sehr oberflächlich wird da von Seiten des Bund Naturschutz behauptet, dass dafür das "Abholzen" von Bäumen wohl unumgänglich sei. Entweder haben sich die Vertreter des Bund Naturschutz die Pläne der Stadt nicht angesehen oder aber sie offenbaren, dass sie hier wider besseres Wissen den Bürgern die Unwahrheit erzählen. Denn die Einfahrt der Tiefgarage erfolgt über die bereits bestehende Mühlstraße, weshalb ein "Abholzen" von Bäumen überhaupt nicht nötig ist.

Auch irreführend sind Fotos der BI zur Tiefgarage unter der Grünfläche bei der Schanze. Auf einer Luftbildaufnahme im schrägen Winkel aufgenommen wird durch die unexakte Einzeichnung der Umrahmung für die Tiefgarage der falsche Eindruck erweckt, die Tiefgarage verlaufe auch unter bestehenden Bäumen. Mit diesen unlauteren Mitteln wird versucht, Stimmung gegen die von der Mehrheit des Stadtrates getragenen Pläne zu machen. Dabei ist sich die Führung der BI offensichtlich selber nicht klar darüber, was sie eigentlich wollen. Zum einen wollen sie die Stadthalle an das Untere Tor haben, zum anderen stellen sie die Notwendigkeit einer Stadthalle in Abrede, wie dies zuletzt Dr. Franz Köferl, einer der drei Verantwortlichen der BI und zuvor auch andere schon getan haben. Ganz offensichtlich geht es ihnen gar nicht um eine vernünftige und positive Weiterentwicklung der Stadt, sondern nur darum, mit allen Mitteln die Vorhaben der Stadt zu vereiteln.

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