„Erpflgrobn“ im Oberpfälzer FreilandmuseumNEUMARKT. Der Kartoffelanbau prägte über Jahrhunderte die Landwirtschaft in der Oberpfalz, weshalb diese Region auch den Beinamen „Erdäpfelpfalz“ erhalten hat. Bereits im Jahre 1647 werden die Kartoffeln in Nordostbayern nicht mehr als exotische Nutzpflanze, sondern als Nahrungsmittel angebaut, so erwähnt für Pilgramsreuth bei Rehau und Hof.Aufgrund der kulturgeschichtlichen Bedeutung der Kartoffel widmet sich das Oberpfälzer Freilandmuseum am kommenden Sonntag, 14. September, wieder ganz dem Thema Erdäpfel. Im Mittelpunkt stehen dabei die Feldarbeit, die Kartoffelernte und die Verarbeitung. Gezeigt werden von 13.00 - 17.00 Uhr die Kartoffelernte mit dem „Krail“ sowie dem „Roder“ mit Pferdegespann. Als eine Möglichkeit der Lagerung im Freien wird die Errichtung einer Kartoffelmiete vorgeführt. Im Matzhof kann man die Arbeit mit dem Kartoffeldämpfer beobachten und Kartoffeln probieren. Die Besucher können natürlich bei einigen dieser traditionellen landwirtschaftlichen Tätigkeiten mitarbeiten und auch Kartoffeln kaufen. Die Kartoffel war für die Bewohner der Oberpfalz nicht nur Grund-, sondern Hauptnahrungsmittel. So gehören auch heutzutage typische Kartoffelgerichte zu den Spezialitäten der Oberpfälzer Küche. Einen kleinen Ausschnitt davon bietet das Oberpfälzer Freilandmuseum seinen Besuchern am Erdäpfeltag mit Schopperla und Dotsch, geschmalzenen Kartoffeln und einer Kartoffelsuppe in der Museumsgaststätte „Beim Wirth“. Neben einem Kartoffelfeuer auf dem Feld können die Besucher im Matzhof eine Zusammenstellung von Geräten sehen, in der die Entwicklung der Anbau- und Erntemaschinen von circa 1900 bis zur Mechanisierung der Landwirtschaft (um 1960) dargestellt ist. Speziell für Kinder bietet das Freilandmuseum den Kartoffeldruck an. Wie an allen Sonntagen wird auch an diesem Tag wieder Brot gebacken. Erstellt am
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