Geld für "Praxisklasse"

NEUMARKT. Für die Praxisklasse an der Weinberger Schule erhält die Stadt für das abgelaufene Schuljahr eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Dies geht aus einem Bescheid der Regierung von Niederbayern hervor, die für die Abwicklung der Europäischen Strukturfonds in Bayern zuständig ist.

Die Höhe der Förderung beträgt 26.880 Euro und deckt damit rund 28 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von rund 97.000 Euro ab. Oberbürgermeister Alois Karl zeigte sich erfreut über den Bescheid. "Schließlich wird mit einer solchen Zuwendung auch unser Bemühen anerkannt, dass wir eine so gute Aktion wie die Praxisklasse durchführen. Wir bieten dadurch jungen Menschen einen Start ins Berufsleben, den sie ansonsten nicht gehabt hätten." Im vergangenen Schuljahr besuchten 19 Schüler die Praxisklasse, ein im Landkreis einmaliges Angebot. Von daher stammt rund jeweils die Hälfte der Schüler aus der Stadt und dem Landkreis.

Die Praxisklasse ist für Schüler gedacht, die sich im letzten Jahr ihrer Hauptschulpflicht befinden und große Lerndefizite besitzen. Sie sollen durch überwiegend praxisbezogene Aufgaben eine positive Arbeits- und Lernhaltung entwickeln. Dazu erhalten die Schüler neben der individuellen Förderung im Unterricht auch sozialpädagogische Betreuung.

Ohne eine solche Förderung bestünde die Gefahr, dass diese Schüler ohne Abschluss die Schule verlassen würden und von vorneherein wenig Chancen hätten, beruflich Tritt zu fassen. Das Hauptziel besteht also darin, diesen Schülern die Berufsfähigkeit zu vermitteln. Die Erfahrungen der letzten Jahre sind durchaus positiv. So hat in der Vergangenheit etwa jeder dritte Schüler der Praxisklasse eine Ausbildungsstelle erhalten, der Rest konnte in Förderprogramme des Arbeitsamtes wechseln oder einen Platz in einer Berufsfachschule erhalten.

Erstellt am
(Seitenanfang)

Schreiben Sie uns !
E-Mail-Kontakt

Termine heute