"Kampf kann gewonnen werden"

NEUMARKT. Ein Foto von Autofahrern, die sich durch die völlig überschwemmte Weiherstraße quälen, stand im Mittelpunkt des Vortrags von Ingenieur Petter vom gleichnamigen Büro, der im Neumarkter Stadtrat den Generalentwässerungsplan vorstellte. "Der Kampf gegen das Wasser " hatten die "Neumarkter Nachrichten" über dem Foto getitelt. Und Petter führte die Schlagzeile fort: "...kann gewonnen werden!"

Auf 14,2 Millionen schätzt Petter die Kosten für die komplette Sanierung des Neumarkter Kanalnetzes - sieben Millionen für Bauwerke, vier Millionen für 5,5 Kilometer neuen Kanal und 3,2 Millioen für Sanierungsmaßnahmen. Allerdings verteilen sich die Maßnahmen und damit auch die Kosten wohl auf etwa zehn Jahre - und etwa 1,5 Millionen Euro sind sowieso jährlich an Kosten eingeplant.

260 Kilometer Kanalleitungen führen durch die stadt Neumarkt. Es gibt rund 7000 Kanalhaltungen, zehn Kilometer Druckleitungen, 22 Pumpwerke und zehn "Entlastungen" - damit sind Regenüberlaufbecken und Regenrückhaltebecken gemeint.

Das Problem einer jeden Kanalisation ist es, daß es sich meist um Stückwerk handelt. Es kommen ständig neue Bau- oder Industriegebiete hinzu - während die Leitungen natürlich nicht automatisch größer werden.

82 Prozent der Wasserentsorgung in Neumarkt erfolgt durch Mischsysteme. 18 Prozent werden durch die ökologisch weit wünschenswerteren Trennsysteme entsorgt, bei denen Schmutz- und Regenwasser getrennt erfaßt werden.

Übrigens: Was die Abwasserkosten anbelangt, ist Neumarkt noch fast eine Insel der Seligen: 1,48 Euro kostet hier die Entsorgung eines Kubikmeter. Im Deutschland-Durchschnitt sind es 2,24 Euro.
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