Großes Interesse an AktionNEUMARKT. Nicht nur für den Schnäppchenmarkt zeigten die Neumarkter am Samstag Interesse, auch die Bürgerinitiative Pro Stadtpark fand viel Zustimmung für ihr Bemühen und Ziel, den Stadtpark nicht noch mit Tiefgarage und Stadthalle zuzubauen sondern zu erhalten und die Bebauung des Platzes am Unteren Tor endlich in Angriff zu nehmen. Von den gut 2000 für einen neuen Bürgerentscheid benötigten Unterschriften hat die Initiative bereits am ersten Aktionstag knapp ein Viertel zusammen, heißt es in einer Presse-Mitteilung.Als „sehr erfreulich“ bezeichnete Dieter Ries, einer der verantwortlichen Aktiven, das Ergebnis.Wenn man bedenkt, dass wir ja sehr kurzfristig starten mussten, um im Stadtpark noch größere Schäden durch weitere geplante Baumaßnahmen vorab zu verhindern. Die Mitglieder des Bürgerbegehrens äußerten die Befürchtung, dass zumindest bei der Tiefgarage unter der Schanze ebenso „bei Nacht und Nebel und sehr plötzlich“ mit der Maßnahme begonnen werden könnte, ebenso wie das mit der Baugrube für das Fischer-Museum der Fall war. „Die machen doch was sie wollen“, war einer der oftmals gehörten Sätze. Genau hier setze die Initiative an: Mit dem angestrebten Bürgerentscheid soll gegengesteuert und vernünftig gelenkt werden. Dazu wurde am Informationsstand viel Aufklärungsarbeit geleistet. Pläne für die Bebauung des Platzes am Unteren Tor lagen ebenso auf wie Fotos des Stadtparks und der Baugrube Fischer-Museum. Darüber diskutierten sowohl Neumarkter Bürger als auch Gäste aus den umliegenden Gemeinden. Vorschläge von Neumarktern zur Bebauung Unteres Tor, die in den zurückliegenden Jahren gesammelt wurden, sind in diesen Plänen eingearbeitet. Kernpunkt der Bürgerwünsche jedoch, die geplante Stadhalle an das Untere Tor zu bauen „insofern dafür überhaupt Bedarf sein sollte“ und „das jetzt leere Parkhaus kann man dann auch nutzen“ Weitere Meinung war, „was man denn dort sonst hinbauen wolle“,“ ein Einkaufszentrum haben die Bürger bekanntlich per Entscheid abgelehnt“. Vereinzelt äußerten einige Neumarkter den Vorwurf, dass mit dem neuen Begehren und dem anschließenden Entscheid eine Strategie der Verhinderung geplant sei. Diesen Vorwurf konnte die Initiative mit den vorhandenen Plänen und der richtigen Darstellung des Sachverhalts sehr leicht entkräften. „Wir sind für eine rasche Bebauung und sinnvolle Nutzung des Areals am unteren Tor “, betonte Dieter Ries, „im Gegenteil! Unser Begehren ist zielgerichtet für den Erhalt und die Sanierung des Stadtparks und für eine angepaßte Nutzung des Platzes am Unteren Tor“. Hierzu zählen neben der Stadthalle als mögliche Beispiele der Bürger auch Gastronomie, Geschäfte und Dienstleistung oder betreutes Wohnen. Wie sehr vielen Neumarktern „ihr Stadtpark“ am Herzen liegt, zeigte sich auch daran, dass für das Begehren „Pro Stadtpark“ mehr Unterschriften geleistet wurden als für die Forderung an die Stadt, endlich das Gelände am Unteren Tor zu bebauen. Viele Bürger zeigten sich regelrecht entsetzt darüber, dass fast über die volle Länge des Stadtparks, unter die denkmalgeschützte Schanze, eine Tiefgarage für bis zu 240 Stellplätze gegraben werden soll und wie stark zudem der Eingriff durch eine Stadthalle an der Mühlstraße für den Park sein wird. Bittere Kommentare wurden laut geäußert. Viele meinten zwar, dass man jetzt den Bau des Fischer-Museums nicht mehr verhindern könne, weitere und „noch viel schlimmere Baumaßnahmen“ will man jedoch per Unterschrift stoppen. Am kommenden Wochenende wollen die Mitglieder der Initiativgruppe Pro Stadtpark erneut das Gespräch mit den Bürgern suchen und weitere Unterschriften am Oberen Markt sammeln. „Drei Viertel des Weges liegen noch vor uns. Wir sind jedoch zuversichtlich ,das Ziel zu erreichen, weil die Zahl der Unterstützer stetig wächst.“, äußerte sich ein Mitglied der „Pro Stadtpark-Initiative“ Erstellt am
(Seitenanfang)
![]() |
Schreiben Sie uns ! E-Mail-Kontakt
|