Sondergebiet Windkraft

NEUMARKT. Nordöstlich von Pelchenhofen soll ein "Sondergebiet Windkraft" ausgewiesen werden. Dazu beschloß der Stadtrat am Dienstagabend die Aufstellung eines qualifzierten Bebauungsplanes und die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes. Das "Grüne Licht" ist allerdings mit Vorsicht zu genießen: Gleichzeitig mit der Ausweisung des Sondergebiets schloß man die Errichtung von Windkraftanlagen für allen übrigen Flächen des gesamten Stadtgebietes aus.

Die Stadt hat bereits im Jahr 2002 der Firma Jura-Energie eine Baugenehmigung für eine Windkraftanlage erteilt. Gegen diese Genehmigung laufen jedoch eine Reihe von Widersprüchen bei der Regierung der Oberpfalz.

Andererseits wurde der Firma Windpower , die nordöstlich von Pelchenhofen drei Windkraftanlagen errichten will, die Zustimmung der Stadt verweigert. Die Firma hat dagegen beim Regensburger Verwaltungsgericht geklagt. Der Firma Windpower wurde östlich von Pelchenhofen - auf dem Gebiet der Gemeinde Pilsach - durch das Landratsamt eine Genehmigung für eine Windkraftanlage erteilt.

Der beschlossene Bebauungsplan soll von einem Planungsbüro erstellt werden, das die beiden Firmen beauftragen. Für die Änderung des Flächennutzungsplan muß eine Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange durchgeführt werden.

Es sei dahingestellt, ob Windkraftanlagen in windarmen Gebieten wie dem Raum Neumarkt viel Sinn machen, sagte der Oberbürgermeister. Sie würden sicherlich nicht zuletzt deswegen gebaut, weil sie kräftig subventioniert werden. Auch UPW-Sprecher Dr. Jüttner ließ Skepsis erkennen: Als die Stadtwerke vor Jahren die Rentabilität solcher Anlagen untersuchen sollten, kam man zu einem negativen Ergebnis: "Jetzt weht ein anderer Wind - nämlich der Subventionswind!"

Sprecher von Flitz und den Grünen wollten den Beschluß über ein "Sondergebiet Windkraft" abgekoppelt wissen von einer endgültigen Entscheidung für das übrige Stadtgebiet. Vielmehr sollte das gesamte Stadtgebiet zuerst einmal ordentlich von Fachleuten untersucht werden, statt jetzt einen "Schnellschuß" zu starten, "der nichts bringt".

Die CSU stimmte geschlossen für den Antrag, der mit 24 : 18 Stimmen angenommen wurde.

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